Darum gehts
- Grippewelle 2025/26: Fälle gehen zurück
- Experten zurückhaltend: Festtage könnten Rückgang der Grippezahlen verursacht haben
- Welle ist in dieser Saison mehrere Wochen früher dran als üblich
Hat es Sie auch erwischt? In den letzten Wochen lagen viele krank im Bett. Fieber, Husten, Gliederschmerzen – die Influenza grassiert, die echte Grippe. Und das so heftig wie seit Jahren nicht mehr.
Die neuen Zahlen des Bundes lassen jetzt aber hoffen: In der zweiten Januarwoche wurden in der Schweiz und Liechtenstein 27,5 laborbestätigte Grippefälle je 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gemeldet. Das sind 24 Prozent weniger als in der Woche davor. Die höchste Anzahl bestätigter Fälle gab es in den Kantonen Basel-Stadt, Jura und Solothurn. Die tiefste in Schwyz, Obwalden und Zug.
Experten wollen sich nicht festlegen
Haben wir den Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle also hinter uns? Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will sich noch nicht festlegen. «Das Infektionsgeschehen scheint zu stagnieren. Ob der Höhepunkt bereits erreicht wurde, lässt sich noch nicht beurteilen», schreibt eine Sprecherin.
Auch Walter Zingg, leitender Arzt für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene am Unispital Zürich, bleibt vorsichtig: «Wir gehen davon aus, dass ein Teil der Abnahme durch die Festtage bedingt war, weshalb ein Wiederanstieg möglich ist.» Man beobachte aber tatsächlich eine «leichte Entspannung».
Eine Impfung schützt
Klar ist vor allem: Die Grippe ist diesmal deutlich früher dran als in früheren Jahren. «Die aktuelle Welle hat einen Vorsprung von zwei bis drei Wochen», sagt Philipp Jent, Leiter Infektionsprävention und -kontrolle am Inselspital Bern. Zudem beobachten die meisten Spitäler mehr Hospitalisierungen als in anderen Jahren.
Das BAG rät Menschen ab 65, schwangeren Frauen und Vorerkrankten zu einer Grippeimpfung. Diese sollte idealerweise jedoch zum Start der Grippesaison gemacht werden. Ebenso helfen die bekannten Vorsichtsmassnahmen wie regelmässiges Händewaschen oder das Tragen einer Maske. Und bei Symptomen: zu Hause bleiben.