Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Gewalt gegen Polizisten
International gesuchter Verbrecher (30) in Solothurn verhaftet

Seit Dezember Ende letzten Jahres wurde nach dem Randalierer (30) aus dem deutschen Kirchlengern international gefahndet. Er verletzte drei Polizeibeamte teils schwer. Jetzt wurde er gefasst – er ging der Kantonspolizei Solothurn ins Netz.
Publiziert: 27.06.2022 um 12:15 Uhr
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Aktualisiert: 27.06.2022 um 16:47 Uhr
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Die Kantonspolizei Solothurn konnte den international gesuchten Randalierer (30) Anfang Juni festnehmen.

Er ist der Randalierer (30), der im Dezember vergangenen Jahres im nordrhein-westfälischen Kirchlengern (D) drei Polizeibeamte teils schwer verletzte. Dies, nachdem ihm bereits Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Haus- und Landfriedensbruch, Körperverletzung sowie Sachbeschädigung vorgeworfen wurde. Der in der Ukraine geborene Mann mit polnischen Wurzeln wurde per internationalen Haftbefehl gesucht.

Wie das «Westfalen Blatt» damals berichtete, soll der Mann einem Polizisten einen derartigen Stoss versetzt haben, dass dieser stürzte und für mehrere Minuten das Bewusstsein verlor. Bei einer Auseinandersetzung fügte er auch drei weiteren Beamten eine Nasenbeinfraktur, Platzwunden sowie Hämatome zu.

Auch in der Klinik, in der er später eingewiesen wurde, attackierte er eine Person – dieses Mal einen Patienten. Nach seiner Entlassung tauchte der Randalierer unter, woraufhin nach ihm international gefahndet wurde. Nun wurde der Randalierer in der Schweiz gefasst. Dies teilte der Schengener Informationsverbund der Polizeien Ende letzter Woche mit, wie die deutsche Kreispolizeibehörde Herford bekannt gibt.

Er soll «sehr gewalttätig» sein

Der Mann, der damals als möglicherweise «sehr gewalttätig» beschrieben wurde, konnte von der Kantonspolizei Solothurn auf einem Schweizer Rastplatz nahe Bern verhaftet werden. Die Festnahme erfolgte bereits am 8. Juni.

Der Mann verhielt sich kooperativ, wie es heisst. Er habe sich mit einer vereinfachten Auslieferung an die grenznahe Polizei im deutschen Weil am Rhein einverstanden erklärt. Der Beschuldigte befindet sich nun dort in Untersuchungshaft. Damit kann die internationale Fahndung zurückgenommen werden. Die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei werden fortgesetzt. (dzc)

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