Miss-Argovia-Veranstalter Nick D’Agostino erstaunt das nicht: «Jessica ist alles über den Kopf gewachsen. Es gab von Anfang an Probleme. Und am Schluss kamen diese Nacktbilder am TV dazu, für die sie sich schämte.»
Wurde ihr alles zu viel?
Jessica De Filippis hat seit dem «Kassensturz»-Beitrag mit versteckter Kamera den wohl bekanntesten Busen der Schweiz. 857000 Zuschauer sahen zu, wie Schönheitschirurg Peter Meyer-Fürst ihre Brüste betastete und diese als «asymmetrisch» bezeichnete. Sie habe sich dabei unwohl gefühlt, sagte sie im «Kassensturz». Seither wird die offiziell schönste Aargauerin (168 cm gross, Körbchengrösse 75 C) aufgerieben im Knatsch zwischen «Kassensturz» und dem Promi-Chirurgen, der das Fernsehen einklagen will.
Gemäss D’Agostino gab es nach dem TV-Bericht sogar Drohungen gegen Jessica und seine Miss-Organisation: «Diese Leute haben sich empört, dass eine gewählte Miss sich oben ohne am Bildschirm zeigt.»
Der Ärger für den «Kassensturz»-Lockvogel fing bereits nach der Misswahl im Oktober an. Jessica und die Miss-Argovia-Organisation hatten von Anfang an Differenzen um Verträge und Geld. Am Montag – einen Tag vor der Ausstrahlung des «Kassensturz»-Beitrages – kams zum Eklat. «Jessica eröffnete mir, dass sie den Miss-Titel abgeben will», sagt D’Agostino. «Das haben wir akzeptiert.»
Der «Kassensturz»-Film mit versteckter Kamera war offenbar der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. D’Agostino: «Noch letzte Woche sprachen wir darüber, dass es falsch war, sich fürs TV auszuziehen.»
Tatsache ist: Meyer-Fürst war nicht der einzige Schönheitschirurg, für den Miss Argovia im Auftrag von «Kassensturz» Haut zeigte. Insgesamt neun Ärzte hatte sie für das TV-Magazin getestet. Gemäss Recherchen bekam sie dafür rund 1400 Franken.
Die Krone ist weg, aber zu ihrem ungewöhnlichen «Kassensturz»-Einsatz steht sie nach wie vor. In einem Mail schreibt sie BLICK: «Ich war damit einverstanden, dass der Kassensturz diese Berichte gemacht hat.»
Für Miss-Organisator D’Agostino dagegen ist das TV zu weit gegangen: «Wir sind geschockt über den Beitrag und distanzieren uns davon.»