Darum gehts
- Die Schweiz feierte 2026 mit Glockenschlägen, Feuerwerken und Silvesterfeiern landesweit
- Moutier wechselte um Mitternacht offiziell vom Kanton Bern zum Jura
- Rund 150'000 Menschen verfolgten das Zürcher Feuerwerk am See
Die Schweiz ist mit Glockengeläut, Cüpli und einzelnen Feuerwerken ins neue Jahr gerutscht. Während Bernerinnen und Berner den Münsterglocken lauschten, drängten in Zürich Tausende ums Seebecken, um das Feuerwerk mitzuerleben.
Schätzungsweise 150'000 Zuschauerinnen und Zuschauer brachten sich in Position, um einen Blick auf das Feuerwerk zu erhaschen. Sämtliche Beleuchtungen wurden um exakt 19 Minuten nach Mitternacht ausgeknipst, damit die Raketen gut zu sehen waren.
Nebel gab es in diesem Jahr keinen – im Gegensatz zu Silvester 2025, als das Feuerwerk nur noch zu erahnen war. Die Schaulustigen sahen damals nur farbiges Licht, begleitet vom Lärm der Raketen. Die Grünen forderten daraufhin, dass das Feuerwerk bei Nebel künftig abgesagt werden solle.
Nicht überall Feuerwerk
In Genf stand die diesjährige Feier inklusive Feuerwerk unter dem Motto «Ensemble on brille!» Auch im aargauischen Rheinfelden wurden Raketen gezündet – gemeinsam mit der deutschen Schwesterstadt auf der anderen Seite des Rheins. Die meisten Schweizer Städte verzichteten aber auf ein offizielles Feuerwerk.
In der Bundeshauptstadt Bern versammelten sich die Feierfreudigen auf dem Münsterplatz, um das Jahr buchstäblich ausläuten zu lassen. Die zwölf Glockenschläge um Mitternacht führte die Turmwartin mit dem einzigen vorhandenen Schlaghammer von Hand aus.
Moutier gehört seit Mitternacht zum Kanton Jura
Die Gemeinde Moutier hat mit dem letzten Glockenschlag um Mitternacht vom Kanton Bern zum Kanton Jura gewechselt. Mehrere tausend Personen feierten den historischen Moment lautstark an einem Fackelumzug durch diese Ortschaft.
Ziel des Umzugs war das Stadthaus von Moutier. An der Spitze des Zugs marschierten Mitglieder der projurassischen Jugendorganisation «Béliers». Die Gastronomiebetriebe von Moutier hatten Freinacht.
Die Feierlichkeiten hatten bereits am Nachmittag begonnen. Auf dem Programm stand ein offizieller Teil vor dem Rathaus mit Vertretern der städtischen Behörden, der jurassischen Regierung sowie des Komitees «Moutier Ville Jurassienne», ein Bankett im Forum de l'Arc, ein Bankett und eine Licht- und Tonshow.
Der Kantonswechsel erfolgte fast fünf Jahre nach einer Volksabstimmung, in der sich eine Mehrheit der Stimmberechtigten der Stadt für einen Beitritt zum Jura entschieden hatte.