Nach Null-Stern-Bunker
Künstler-Brüder Riklin eröffnen Open-Air-Hotel

Das Null-Stern-Bunkerhotel, das 2008 bis 2009 weltweit für Furore sorgte, geht an die frische Luft. Die Konzeptkünstler und Brüder Frank und Patrik Riklin eröffnen im Safiental GR am Samstag ihr neues Null-Stern-Hotel – dieses Mal aber Open-Air.
Publiziert: 30.06.2016 um 16:22 Uhr
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Aktualisiert: 01.10.2018 um 00:40 Uhr
Nach Null-Stern-Bunker: Künstler-Brüder Riklin eröffnen Open-Air-Hotel
Lorenz Zahler

Jetzt wirds bei den Zwillingsbrüder Frank und Patrik Riklin (43) romantisch. Nachdem das Null-Stern-Bunkerhotel von 2008 bis 2009 weltweit für Furore sorgte, gehts jetzt an die frische Luft.

Am Samstag eröffnen die Konzeptkünstler im Safiental GR ihr neues Null-Stern-Hotel – dieses Mal aber Open-Air. Das Bett steht mitten im Grün, ohne Wände und ohne Dach.

«Die Landschaft Schweiz ist das imaginäre Gebäude der neuen Null-Stern-Version», sagen die Erfinder Riklin gegenüber BLICK zu ihrem neuen Hotel.

250 Franken für eine Nacht im Freien

Gastgeber ist das ganze Tal. Sogar ein Butler steht zur Verfügung: Wer das Bett (unter hoffentlich funkelnden Sternen) für 250 Franken mietet, wird am Morgen danach von einer Mitarbeiterin der Gemeinde oder vom benachbarten Landwirt mit Kaffee und Bio-Salamirädli bedient.

Buchbar ist das Doppelbett offiziell ab Samstag, dann wird auch die Telefonnummer zum reservieren bekannt gegeben. «Wir haben bereits jetzt erste Anfragen von interessierten Leuten erhalten», so Frank Riklin.

Wird das Doppelbett nicht genutzt, steht es im Standby-Modus, überdeckt mit einer gängigen Landwirtschafts-Schutzblache. Matratzen und Decken werden in einem kleinen Schuppen gleich nebenan aufbewahrt.

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Frank und Patrik Riklin posieren neben ihrer Installation im Safiental in Talkirch. Am Samstag lancieren sie auf 1800 m ü. M. ihre Vision, freistehende Betten unter freiem Himmel in allen Regionsteilen der Schweiz zu installieren.

WC ist 10 Minuten entfernt

«Ein zusätzliches Bett gibt es nicht», so die Erfinder weiter. Ist also Regen angesagt, muss die geplante Nacht kurzfristig abgesagt werden. Ob noch ein Notbett eingebaut werden muss, sollte man vom Regen überrascht werden, wird sich erst noch zeigen.

Ein WC vor Ort gibt es nicht. Drückt die Blase, pinkelt man in die Natur. «Für ein grösseres Geschäft gibt es rund zehn Minuten entfernt ein Aussen-WC sowie ein Brünneli», so Riklin.

Das Bett soll jeweils von Frühling bis Herbst buchbar sein. Im Winter wird der Hotel-Betrieb eingestellt.

Nächste Betten schon in Planung

Das Projekt wurde als Teil der ersten «Alps Art Academy» realisiert. Dabei erschaffen Studierende zusammen mit den Dozierenden vor Ort künstlerische Arbeiten im Dialog mit Natur und Landschaft.

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Die Null-Stern-Landversion der Brüder sieht vor, die unverwechselbare Null-Stern-Geschichte in der Schweiz zu verankern. In möglichst vielen Tälern aller Landesteile soll daher ein solches Angebot geschaffen werden – als dauerhafte Installationen, mitten im Naturgelände der Schweiz.

Das nächste Bett wollen die gebürtigen St. Galler in der Ostschweiz aufbauen, dann soll es weiter Richtung Innerschweiz, nach Basel oder auch in den Jura und ins Tessin gehen. (lz)

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