Darum gehts
- Grippehöhepunkt laut BAG noch nicht erreicht, neue Subklade zirkuliert
- RSV-Viruslast steigt, keine erhöhte Schwere bei H3N2-Subklade
- Schaffhausen 66,54 Grippefälle je 100’000, Appenzell Ausserrhoden nur 8,82
Das schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch in einer neuen Situationsbeurteilung. Der Höhepunkt der Grippewelle wurde demnach noch nicht erreicht.
In der vergangenen Woche wurden den BAG-Zahlen zufolge mit 33,50 laborbestätigte Grippefälle je 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner zwar 4,6 Prozent weniger Fälle als in der Vorwoche gemeldet. Dies liege aber an Meldeverzögerungen aufgrund der Festtage, wie ein Sprecher des BAG der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage erklärte. Diese Zahl wird demnach noch steigen.
Neuer Subtyp zirkuliert
Die ambulanten Konsultationen aufgrund von akuten respiratorischen Infektionen steigen nach dem Rückgang über die Festtage bereits wieder an.
Derzeit werden laut dem BAG in der Schweiz hauptsächlich Influenza-Viren der Subtypen «A(H3N2)» und «A(H1N1)pdm09» nachgewiesen. Zudem zirkuliert auch eine neue Subklade des Subtyps H3N2, wie laut dem BAG vorläufige Analysen von Proben zeigen. Gemäss dem Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gibt es momentan keine Hinweise auf einen erhöhten Schweregrad bei Infektionen mit Viren dieser Subklade.
Auch RSV auf dem Vormarsch
Regional gab es die höchste Anzahl bestätigter Fälle auf 100'000 Personen in den Kantonen Schaffhausen (66,54), Basel-Stadt (61,57), Jura (56,12); die tiefste in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden (8,82), Obwalden (12,61), Uri (15,68).
Auch das weit verbreitete Atemwegsvirus RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) verbreitet sich in der Schweiz weiter. Die RSV-Viruslast im Abwasser ist in vielen Regionen weiter angestiegen. Die aktuelle Entwicklung der RSV-Viruslast im Abwasser ist laut dem BAG vergleichbar mit jener der letzten Saison.
Die Covid-19-Welle hat hingegen bereits im Herbst letzten Jahres einen Höhepunkt erreicht, das Infektionsgeschehen nimmt seither langsam ab. Die aktuellen Fallzahlen liegen laut BAG im gleichen Bereich wie die Fallzahlen vor einem Jahr.