Fremdgeh-Portal Ashley Madison gehackt
56'000 Schweizer Fremdgänger aufgeflogen!

Intime Daten von potentiellen Fremdgängern wurden im Netz veröffentlicht. Darunter sind auch Mail-Adressen, die auf @admin.ch enden – es handelt sich um Bundesangestellte.
Publiziert: 19.08.2015 um 21:26 Uhr
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Aktualisiert: 05.10.2018 um 17:42 Uhr
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Eine Hacker-Gruppe, die sich «The Impact Team» nennt, hat das Seitensprungportal Ashley Madison gehackt und die Userdaten jetzt im Darknet veröffentlicht.

Auch die Daten von Zehntausenden Schweizern sollen darunter sein. Die Zürcher Sicherheitsfirma Scip hat die Daten untersucht und dabei herausgefunden, dass 56'362 Mail-Adressen auf .ch enden. Das berichtet das Online-Portal «watson.ch».

Natürlich sei es möglich, sich mit einem Fake-Account zu registrieren. Doch dass es sich bei allen 56'362 Konten um falsche handelt, sei unwahrscheinlich, glaubt Marc Ruef, Sicherheitsexperte bei Scip.

Doch es wird noch brisanter: Unter den Schweizer Adressen enden 19 auf @admin.ch. Nur Bundesmitarbeiter verfügen über eine solche Endung!

Weltweit sind 32 Millionen Menschen von der Hacker-Attacke betroffen. Laut Avid Life Media, der Betreiber-Firma von Ashley Madison, ermitteln die kanadische Polizei und die US-Bundespolizei FBI. Die Firma hielt den Hackern vor, sich zu Hütern der Moral aufschwingen zu wollen.

In ihrer Drohung im Juli hatten die Hacker von Impact Team auch angekündigt, Nacktfotos und E-Mails der Seitensprung-Anhänger zu veröffentlichen. «Wired» zitierte aus einer der ins Darknet gestellten Mails: «Suche jemanden, der zu Hause unglücklich ist oder sich langweilt und etwas Aufregung sucht», schrieb ein Nutzer.

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Das Seitensprungportal ist für seinen Werbespruch «Das Leben ist kurz. Gönn' Dir eine Affäre» bekannt. Es wurde 2001 gegründet und hat nach eigenen Angaben weltweit fast 37 Millionen Nutzer aus 46 Ländern, auch aus der Schweiz. (kab/SDA)

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