Der Urnengang findet zudem nur anderthalb Monate vor der kantonalen Abstimmung über das Gesetz zur Sanierung der Staatsfinanzen statt. Linke und Gewerkschaften hatten das Referendum ergriffen.
Gewählt wird im März in 116 Gemeinden, wie der Kanton nach Ablauf der Anmeldefrist am Montag bekanntgab. Drei Gemeinden führen keine Wahlen durch, darunter Gletterens. Diese Gemeinde steht weiterhin unter kantonaler Aufsicht.
In Plasselb im deutschsprachigen Sensebezirk wurde keine Liste für den Gemeinderat eingereicht. Damit steht gemäss kantonaler Gesetzgebung jede wählbare Person zur Wahl.
Besonders spannend wird es in der Stadt Freiburg, wo sich 26 Personen um die fünf Sitze in der Exekutive bewerben. Seit 2021 hält die Linke vier dieser fünf Sitze. Das bürgerliche Lager mit FDP, SVP und Mitte strebt eine ausgewogenere Zusammensetzung an und tritt erstmals mit einer gemeinsamen Liste an.
Die freiburgischen Gemeindebehörden werden alle fünf Jahre neu gewählt. Die Gemeinderäte bestehen aus fünf bis neun Mitgliedern.
Hinzu kommt in grösseren Gemeinden ein Parlament. Gesetzlich vorgeschrieben ist der sogenannte Generalrat in Freiburg, Bulle, Murten, Romont, Estavayer-le-Lac, Châtel-Saint-Denis, Marly und Villars-sur-Glâne. In den übrigen Gemeinden gibt es die Möglichkeit der Gemeindeversammlung.