Der Ausstieg soll schrittweise bis 2040 erfolgen, teilte der Schaffhauser Stadtrat mit. Die Vorlage geht nun an den Grossen Stadtrat. Noch bleibt Zeit: Der Gasausstieg startet frühestens zehn Jahre nach der Ankündigung.
Als Begründung für den Schritt nennt die Stadtregierung wirtschaftliche und ökologische Gründe. «Die Anzahl der Gasanschlüsse nimmt laufend ab», heisst es in der Mitteilung. Ohne weiteres dürften Gasheizungen auch nicht mehr ersetzt werden.
Mit dem geplanten Gasausstieg leiste die Stadt Schaffhausen aber auch einen wichtigen Beitrag zu den nationalen, kantonalen und städtischen Klimazielen. Die Umstellung der fossilen Wärmeversorgung auf erneuerbare Alternativen sei eine Voraussetzung zur Erreichung des Netto-Null-Ziels.
Für alle Liegenschaften mit Gasanschluss gebe es bereits Alternativen. «Je nach Standort kommen Wärmeverbünde, Erdsonden- oder Luft-Wasser-Wärmepumpen oder andere erneuerbare Technologien in Frage», teilte de Stadtrat mit. Eine interaktive Karte soll zeigen, an welchem Standort welches Heizsystem möglich sein wird.
Wer Heizungen oder Gasherde installiert hat, deren technische Lebensdauer zum Zeitpunkt der Stilllegung noch nicht erreicht sein wird, soll entschädigt werden.
Ein Gasnetz wird dennoch bleiben. Gewisse Prozesse in der Industrie seien darauf angewiesen, heisst es weiter. Spätestens ab 2040 werde dieses Netz aber mit erneuerbarem Gas betrieben.
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