Doping
Beschlagnahmtes Doping: Verbindung zu Schweizer Sport wird geprüft

Bei einer europaweiten Aktion gegen den illegalen Onlinehandel hat das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit 85 in die Schweiz adressierte Sendungen mit Dopingmitteln beschlagnahmt. Die Meldestelle Swiss Sport Integrity prüft nun Verbindungen zum Schweizer Sport.
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Sollte eine Person dem Doping-Statut von Swiss Olympic unterstellt sein, droht ein Disziplinarverfahren bis hin zu einer Sperre. (Archivbild)
Foto: ANTHONY ANEX
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die Kontrollen fanden im Rahmen der internationalen Aktion «SHIELD VI» statt. Daran beteiligt waren Swissmedic, das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sowie die nationale Meldestelle Swiss Sport Integrity. Insgesamt wurden zwischen April und November des vergangenen Jahres 2117 Sendungen überprüft. Darunter waren 564 illegale Arzneimittelsendungen.

Swiss Sport Integrity untersucht nun, ob die Importeure der Dopingmittel einen Bezug zum Sport haben, wie das Kompetenzzentrum für einen sauberen, fairen und sicheren Sport in der Schweiz am Mittwoch weiter mitteilte.

Sollte eine Person dem Doping-Statut von Swiss Olympic unterstellt sein, droht ein Disziplinarverfahren bis hin zu einer Sperre. Unabhängig davon werde gegen die Importeure ein Verwaltungsverfahren eröffnet, hiess es weiter. Dabei wird eine Bearbeitungsgebühr von mindestens 400 Franken fällig.

Die Stiftung warnt zudem davor, Arznei- oder Nahrungsergänzungsmittel online zu bestellen. Als «Wundermittel» angepriesene Produkte könnten verbotene Substanzen enthalten und gesundheitsschädigend sein. Oft seien sie von geringer Qualität oder enthielten nicht, was deklariert sei.

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