«Für kaum Schnee sind die Pisten sehr gut»
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Mike aus Zürich:«Für kaum Schnee sind die Pisten sehr gut»

«Es ist super, aber es sind zu viele Leute»
Ostschweiz-Reporter Sandro Zulian macht die Piste unsicher

Das Wetter ist perfekt, der Alltag weit weg. Jetzt fehlt nur noch der Schnee! Blick-Reporter Sandro Zulian ist heute im Skigebiet Flumserberg unterwegs.
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Wunderbares Winterwetter in Flumserberg.
Foto: Sandro Zulian
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Sandro ZulianReporter News
26.12.2025, 16:10 Uhr

Blick-Reporter lässt den Pistentag ausklingen

Für Blick-Reporter Sandro Zulian endet das Pistenabenteuer auf dem Flumserberg beim Après-Ski. Als Erinnerung gibt es noch ein Foto mit dem Appenzeller Alpenbitter. Prost auf einen erfolgreichen Tag! 

26.12.2025, 15:31 Uhr

Blick-Rekorder düst mit dem Schnee-Töff über die Piste

Action pur für Blick-Reporter Sandro Zulian auf der Piste: Die Ski hat er abgeschnallt und sich auf einen Schnee-Töff geschwungen. Vorher gibt es jedoch eine Einweisung durch Stefan Giger (51), den technischen Leiter bei den Bergbahnen Flumserberg. Seit 28 Jahren arbeitet Giger schon hier auf der Piste. 

Doch was sind eigentlich Schnee-Töffs? «Sie heissen Moonbikes. Das sind so Elektrofahrzeuge zwischen Töff und Trottinett», erklärt der technische Leiter. Auch spezielle Bobs werden angeboten, die von hinten per Raupen angetrieben werden. 

Bis zu 30 km/h erreichen die Moonbikes, erklärt Stefan Giger.

Dass die speziellen Schnee-Fahrzeuge angeboten werden, liege daran, dass nicht alle Pisten offen haben und dennoch viele Gäste erwartet werden. Ein Alternativprogramm mit dem Gäste mit bis zu 30 km/h über die Piste düsen können. 

«Skifahren kann ich besser»
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Reporter auf dem Schnee-Töff:«Skifahren kann ich besser»

So wie auch Blick-Reporter Sandro Zulian. Sein Fazit nach der wilden Fahrt mit dem Schnee-Töff: «Ich habe mich wie James Bond gefühlt». Doch das Skifahren liege ihm dennoch besser – «Es hat mich ein paar Mal fast auf den Sack genommen.»

26.12.2025, 14:35 Uhr

«Wintersport gehört schon zur Kultur!»

Valentin Gadient (62), Leiter der Schweizer Skischule am Flumserberg arbeitet schon seit 43 Jahren hier auf der Piste. «Ich lebe Schneesport und ich lebe vom Schneesport», sagt er zu Blick-Reporter Sandro Zulian. 

Zum 26. Dezember neige sich diese Skiwoche dem Ende zu. «Die Kurse haben angefangen, heute dürfen wir dank bester Verhältnisse Anlässe wie Kinderskirennen und Wettkämpfe durchführen», so Gadient. Morgen steige man ins Wochenende, bis es am Montag wieder von vorn losgehe. 

«Viele fahren über ihren Verhältnissen»
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Leiter Skischule Flumserberg:«Viele fahren über ihren Verhältnissen»

Die bisherige Bilanz auf der Piste: «Wir haben ein sehr starkes Gästeaufkommen und eine starke Belegung in der Skischule», meint Gadient. Das sei auch dank der guten Planung möglich geworden: «Dank der Beschneiung im Kinderland, dank der Vorarbeiten und dank dem vielen Schnee, den wir im November hatten.»

Und wie sieht es eigentlich mit dem Können und Wissen rund ums Skifahren auf der Piste aus, will Blick-Reporter Zulian wissen. «Wir stellen fest, dass viele Gäste auf der Piste zu schnell unterwegs sind», meint der Skischulleiter. 

Es werde trotz bester Pistenverhältnisse oft über die Verhältnisse gefahren. «Die Kurve wird nicht fertiggefahren, die Geschwindigkeit wird zum Hang hinunter wenig kontrolliert. Das kann schon zu Problemen führen.» Der Lernprozess beim Skifahren hänge dabei von den persönlichen Voraussetzungen ab. Wer schon bereits Sport oder eine Wintersportart treibe, steige schneller ein, meint Gadient. Hier findest du praktische Tipps für einen sicheren Winterspass

Und wie ist das eigentlich, sollte jede Schweizerin und jeder Schweizer Skifahren können? «Wintersport gehört schon zur Kultur!», meint Gadient. Gerade auch die Kinder aus dem Unterland, die zuletzt nur Nebel gesehen hätten, könnten auf der Piste aufblühen. «Sie müssen nur den Schnee sehen, die frische Luft und den Sonnenschein. Also das ist schon etwas das alle – Kinder und Erwachsene – fasziniert.»

Für Gadient selbst ist das Skifahren zum Lebensinhalt geworden, erzählt er Blick-Reporter Zulian. «Das erste Mal, als mich meine älteren Brüder mit zum Skifahren genommen haben, meinten sie – nicht im Bösen – der lernt das nie, den tun wir wieder heim», sagt der Skischullehrer. Doch er habe nicht aufgegeben und die Freude am Wintersport gefunden. 


26.12.2025, 13:56 Uhr

Blick-Reporter wird von Pech verfolgt

Nachdem die Skibrille von Blick-Reporter Sandro Zulian bereits beim Pistenstart zu Bruch ging, scheint ihn das Pech weiter zu verfolgen. Am Mittag verlor er seine Handschuhe und musste sich Ersatz kaufen. 

Nun hat es auch seine Ski erwischt. Weil diese nicht mehr richtig liefen, sind sie im Service gelandet und werden wieder für wilde Abfahrten parat gemacht. Es heisst: Einmal kurz durchatmen, bevor es wieder ins Getümmel auf die Piste geht. 

26.12.2025, 13:47 Uhr

«Du hast einfach Freiheit, deine Ruhe. Du kannst einfach Spass haben»

Vincent (28) und Jana (27) aus Zürich haben schon genug Weihnachten gefeiert, erzählen sie Blick-Reporter Sandro Zulian. Jetzt wollen sie in ihrer Ferienwohnung und auf der Piste ihre Ruhe geniessen. «Wir kennen den Platz sehr gut und kommen sehr gern hierher», sagt Jana. 

Dass es aktuell nicht so viele Leute auf der Piste habe, findet Vincent gut: «Für mich ist das perfekt. Das ist super zum Fahren.» Ob es für den Umsatz im Skigebiet so gut sei, das fragt er sich jedoch. 

Für Vincent ist das Snowboardfahren eine Art «Lebensgrundlage»: «Biken, Skaten – ich mache all solche Sportarten. Es gehört dazu.» Jana ergänzt, dass sie beide sportlich seien – auch im Sommer. Seit Kurzem lernt die Zürcherin, die gerade auf Ski unterwegs ist, auch das Snowboardfahren. 

«Du hast einfach Freiheit, deine Ruhe. Du kannst einfach Spass haben. Wir machen einfach gern Sport, daher ist es super zum Skifahren», erzählt Jana. Gerade in der Schweiz sei Skifahren einfach auch ein Nationalsport meinen die beiden. 

Dass es aktuell nicht so viel Schnee auf der Piste habe, trübt auch bei Vincent und Jana etwas die Freude. «Es ist schon mühsam, man merkt es. Letztes Jahr hat es viel mehr Schnee gehabt», findet Jana. Dennoch geniessen die beiden jede Stunde, die sie am Flumserberg verbringen können. 

«Nicht jeder Winter kann gut sein. Das ist das Wetter, da kann man nicht viel beeinflussen», meint auch Vincent. «Wir hoffen, dass es besser wird», sagt Jana. 

26.12.2025, 12:53 Uhr

«Ein wenig schwierig und gefährlich»

Anna (38) aus Russland wohnt seit fünf Jahren in der Schweiz. «Mein Mann und ich mieten hier für den Winter ein kleines Zimmer», erzählt sie Blick-Reporter Sandro Zulian. 

«Es ist ein bisschen gefährlich»
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Anna (38) geniesst den Schnee:«Es ist ein bisschen gefährlich»

Was sie von der Stimmung auf der Piste hält: «Es ist super, aber es sind zu viele Leute.» Gerade auf der Piste sei es deshalb «ein wenig schwierig und gefährlich», meint sie. Begeistert ist sie jedoch über die ausgelassene Stimmung auf der Piste: «Ich freue mich, dass alle Menschen glücklich sind.»

Über die Schneesituation zeigt sie sich etwas enttäuscht: «Es gibt zwar genug Schnee, aber nicht alle Pisten sind geöffnet. Wir warten auf den neuen Schnee, dann wird es besser sein.» Dann werde es auch weniger Menschen auf der Piste geben, denkt sie. 

26.12.2025, 12:41 Uhr

Blick-Reporter gönnt sich zünftiges Zmittag

Nach wilden Abfahrten auf der Piste gönnt sich Blick-Reporter Sandro Zulian sein Zmittag auf der Hütte. Das Schnitzel mit Pommes schmeckt nach dem Winterspass besonders gut. 

26.12.2025, 12:03 Uhr

«Schneemangel macht die Weihnachtsstimmung kaputt»

Mischa (links) und Mike geniessen ihre Zeit auf der Piste.

Mischa (27) und Mike (29) kamen aus dem Zürcher Unterland zum Skifahren in den Kanton St. Gallen. Die Brüder machen sich am Freitag einen gemütlichen Skitag – um «dem Nebelmeer zu entkommen und ein bisschen Sonne zu tanken».

«Für kaum Schnee sind die Pisten sehr gut»
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Mike aus Zürich:«Für kaum Schnee sind die Pisten sehr gut»

Das Duo versucht jeden Winter in die Berge zu kommen. Seine nicht ganz ernst gemeinte Botschaft heuer: «Die, die Skifahren können, sollen kommen und die, die nicht Skifahren können, sollen zu Hause bleiben.» Damit er mehr Platz habe, lacht Mischa.

Mike macht der fehlende Schnee zu schaffen. «Es macht ein wenig die Weihnachtsstimmung kaputt.» Zu Mischas Botschaft sagt er nur: «Soll doch jeder fahren, wie er kann.» Respektvoller Umgang sei wichtig.

«Soll doch jeder fahren, wie er kann», sagt Mike (rechts).
26.12.2025, 11:50 Uhr

Schneemangel? «Sie haben die Piste super gemacht»

Claudia Girardin ist mit Freude dabei.

Claudia Girardin (53) geht häufiger an den Weihnachtstagen Skifahren. Sie freut sich über das gute Wetter und die sportliche Betätigung. «Man macht etwas, anstatt daheim zu sitzen. Das ist super.»

Auch der Schneemangel, der sich hier und da durch grüne Flecken im Weiss bemerkbar macht, kann die Freude nicht trüben. «Sie haben die Piste super gemacht», findet Girardin.

Ein dickes Lob verteilt sie an das Personal der Flumser Bergbahnen. «Es hat super Personal, alle freundlich, top!»

Dass es wenig Schnee hat, macht ihr nichts aus.
26.12.2025, 11:12 Uhr

Blick-Reporter flitzt die Piste hinab

Da flitzt der Reporter die Piste runter
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Skispass:Da flitzt der Reporter die Piste runter

Blick-Reporter Sandro Zulian hat sich auf die Ski geschwungen. Ab geht die wilde Fahrt über die Piste. Der perfekte Moment um ein bekanntes Meme nachzustellen: «Woohoo, tja ob das bei euch genau so gerade ist? I doubt it.»

Leise rieselt der Schnee! Pünktlich zu Weihnachten hat es endlich in mittelhohen Lagen geschneit. Wenn auch nur ein bisschen. Im Skigebiet Flumserberg sind elf von 17 Anlagen offen und 22 von 65 Pistenkilometern.

Ostschweiz-Reporter Sandro Zulian stürzt sich für Blick ins Pisten-Getümmel.

Die gute Nachricht: Es hat auch auf mittlerer Höhe nun grossflächig Minusgrade, was für die Beschneiung eine Voraussetzung ist. 

Schneeschicht ist zu dünn

Die Bergbahnen können immerhin mit einer guten Nachricht aufwarten: Derzeit sind schweizweit 45 Prozent der gesamten Pistenkilometer befahrbar, bei knapp zwei Dritteln geöffneter Anlagen. 

Doch selbst dort, wo es nun etwas Schnee hingeworfen hat, herrscht noch keine Euphorie. «Die hauchdünne Schneeschicht kann nicht mit dem Pistenfahrzeug präpariert werden», erklärte Peter Beeli (64), VR-Präsident der Bergbahnen Hochwang GR, im Blick. Sein Skigebiet verfügt nur über wenig Beschneiungsanlagen und ist auf Naturschnee angewiesen. 

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