Bewertung von VVardis: «Mehr als eine Milliarde»
Aktien-Deal katapultiert die Medtech-Firma in die Liga der Unicorns

Der US-Investmentriese Apollo steigt bei den Abivardi-Schwestern ein. Schützenhilfe leistete der mächtigste Banker der Welt.
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Die Produkte der Schwestern sollen in den USA bereits in 20 Prozent aller Zahnarztpraxen eingesetzt werden.
Foto: vVARDIS / Robert Strehler

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Apollo Global Management investiert in VVardis, Bewertung über 1 Milliarde Dollar
  • 70 Prozent der Anteile bleiben bei Gründerinnen Haley und Goly Abivardi
  • Kapital soll in die Expansion in den USA und Europa investiert werden
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Beat SchmidWirtschaftsredaktor

Die US-Investmentgesellschaft Apollo Global Management steigt bei der Schweizer Dentalfirma VVardis Holding ein. Dadurch werde ihr Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet, wie Haley (56) und Goly Abivardi (52) bekannt gaben. Die Geschwister und Gründerinnen behalten nach dem Einstieg weiterhin rund 70 Prozent der Anteile.

Mit dem frischen Kapital soll die Expansion in den USA und Europa vorangetrieben werden. Gemäss eigenen Angaben wurden in den letzten zwei Jahren in den USA rund drei Millionen Zähne mit dem Produkt Curodont von VVardis behandelt, das bei gewissen Kariestherapien das lästige Bohren überflüssig macht. In rund 20 Prozent der US-Zahnarztpraxen soll das Verfahren der Schweizer Zahnärztinnen bereits im Einsatz stehen.

US-Banker sorgte für PR-Coup

Die sogenannten nichtinvasiven Dentalprodukte produziert VVardis in der Schweiz. Der Sitz der Gesellschaft ist in Zug. Laut Linkedin sind 168 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Unternehmen verbunden, das im Januar 2025 an einer Medizinkonferenz der US-Grossbank J.P. Morgan erstmals grosse internationale Beachtung fand: Bankchef Jamie Dimon (70) persönlich lobte die Schwestern und das Verfahren – dies habe eine Flut von Anfragen ausgelöst, wie Haley und Goly Abivardi damals erklärten.

In Fachkreisen wird das Produkt kontrovers diskutiert. Zu den Kritikern gehört der Berner Zahnmedizin-Professor Hendrik Meyer-Lückel (52), der an der Entwicklung einer eigenen Therapie beteiligt war. Laut einem Bloomberg-Bericht sollen David Wertheimer (38), Sohn von Chanel-Miteigentümer Gérard Wertheimer, zum Kreis der Investoren gehören und ebenso die von ihm gegründete Beteiligungsgesellschaft 1686 Partners.

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