Städtebau
EWB/BLS-Areal in Bern-Ausserholligen soll zum Quartier werden

Hochhäuser, genossenschaftliche Wohnungen und über 1000 Arbeitsplätze: Die Pläne für das Quartierzentrum auf dem heutigen EWB/BLS-Areal im Westen von Bern nehmen Form an. Der Gemeinderat hat die entsprechende Überbauungsordnung zuhanden des Stadtrats verabschiedet.
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Die Überbauungsordnung hat zum Ziel, zwischen dem Europaplatz und dem Freibad Weyermannshaus ein Quartierzentrum zu ermöglichen. (Archivbild)
Foto: MARCEL BIERI
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Voraussichtlich im Juni werden die Stimmberechtigten darüber befinden können, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte. Das Gebiet befindet sich zwischen dem Europaplatz und dem Freibad Weyermannshaus, auch die Familiengartenanlage Ladenwandgut umfasst dieser Perimeter.

Die Stadt sieht auf dem Areal mehr als 1000 Arbeitsplätze und über 200 genossenschaftliche Wohnungen vor, zudem will die städtische Energieversorgerin EWB ihren Hauptsitz ins Quartier verlegen. Mindestens ein Drittel der Wohnnutzung muss als preisgünstiger Wohnraum erstellt werden. Weiter sollen in vier Baubereichen bis zu 115 Meter hohe Hochhäuser entstehen.

Mit Ausnahme der Familiengärten wird der Aussenraum gemäss den Plänen der Stadt grösstenteils öffentlich zugänglich. Was die Mobilität betrifft, sind mindestens 600 öffentliche Veloabstellplätze sowie mindestens ein Abstellplatz pro Zimmer für die Wohnnutzung geplant. Parkplätze für Autos sollen limitiert bleiben und sich mit wenigen Ausnahmen unterirdisch befinden.

Das Areal gehört dem städtischen Energieunternehmen EWB und dem Bahnunternehmen BLS. Für die Bereiche der EWB verfügt die Stadt über ein Vorverkaufsrecht, das sie in diesem Fall nicht ausüben will. Die Abgabe im Baurecht stelle sicher, dass sich die EWB «auf den Ausbau der klimapolitisch erforderlichen nachhaltigen Energieversorgung» fokussieren könne. Diesen Verzicht müssen die Stimmberechtigten ebenfalls an der Urne absegnen.

Das Gebiet ist Teil des Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Ausserholligen, in dem in den nächsten Jahren mehr als 40 Projekte realisiert werden. Bereits genehmigt haben die Stimmberechtigten einen 176-Millionen-Franken-Kredit für die Infrastrukturvorhaben.

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