Fussball-Fans sauer
Berner Polizei toleriert keine Demo gegen Kollektivstrafe

In Bern sollen am Samstag keine unbewilligten Fanmärsche von Fussballfans toleriert werden. Die Entscheidung kam, nachdem in Fankreisen dazu aufgerufen wurde, ein Zeichen gegen Kollektivstrafen zu setzen. Nun äussert sich die Muttenzerkurve Basel.
Publiziert: 20.01.2024 um 08:04 Uhr
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Aktualisiert: 20.01.2024 um 15:59 Uhr

Die Berner Kantonspolizei will am Samstag in Bern keine unbewilligten Fanmärsche von Fussballfans tolerieren. In Fankreisen wurde in den letzten Tagen aufgerufen, in Bern ein Zeichen gegen Kollektivstrafen zu setzen. Eine solche Kollektivstrafe beispielsweise kommt am Samstag mit der Sperrung der YB-Fankurve im Berner Wankdorfstadion zum tragen. Die Massnahme wurde wegen Sachbeschädigungen durch YB-Fans in Zürich ausgesprochen.

Dass sonst hart rivalisierende Fanszenen für eine solche Aktion zusammenspannen, wäre zumindest ungewöhnlich. Ob es dazu kommt, wird sich zeigen. Die Berner Kantonspolizei jedenfalls will unbewilligte Fanmärsche oder Umzüge sowohl zum Match im Stadion wie auch im Zusammenhang mit der angekündigten Protestaktion nicht tolerieren.

Die angekündigte Aktion sei bewilligungspflichtig, ruft die Polizei den Fans in einer Mitteilung vom Freitag in Erinnerung. Ohne Bewilligung gelte sie als unbewilligte Kundgebung. In diesem Fall werde die Polizei die nötigen Massnahmen treffen und Sicherheit sowie Ruhe und Ordnung durchsetzen. Dies insbesondere, wenn Dritte gefährdet und Sachbeschädigungen begangen würden. Weiter hält die Polizei in ihrer Mitteilung fest, dass das Abbrennen von Pyros, Knallkörpern oder Rauchtöpfen verboten ist.

Die Fans veröffentlichten am Samstagnachmittag schliesslich ein Statement. Darin schreiben sie: «Es war nie unser Plan, nach Bern zu reisen.» Weitergehend wird betont: «In den letzten Tagen wurde eine allfällige Eskalation in Bundesbern heraufbeschworen und der Sicherheitsapparat kam ins Rollen. Alles für nichts. Die medialen und behördlichen Reaktionen zeigen, dass es in der aktuell festgefahrenen Situation nur sehr wenig braucht, um grosse Unruhe zu stiften.»

(SDA)

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