Auswertung zeigt
Die Zentralschweizer Pflegeheime erholen sich vom Coronatief

In den Pflegeheimen der Zentralschweiz leben nach Rückgängen während der Coronapandemie wieder mehr Menschen. Bei der Auslastung sind die Unterschiede zwischen den Kantonen aber gross, wie eine Auswertung des Luzerner Statistikamts Lustat vom Dienstag zeigte.
Publiziert: 24.10.2023 um 09:48 Uhr
In der Zentralschweiz sind die Pflegeplätze wieder gefragter. (Archivaufnahme)

Ob- und Nidwalden haben je sieben Alters- und Pflegeheime. In Obwalden lebten Ende 2022 421 Personen in einem Heim, in Nidwalden 449 Personen. In beiden Kantonen nahm dieser Wert im Vergleich zu 2021 markant zu. In Nidwalden waren die Heime zu 94,7 Prozent ausgelastet, in Obwalden zu 90,1 Prozent. Der Zentralschweizer Durchschnitt beträgt 93,6 Prozent.

Die tiefste Auslastung in der Zentralschweiz haben die Pflegeheime im Kanton Schwyz mit nur 87,6 Prozent. Die mittlere Auslastung ist gemäss Lustat aber wieder leicht gestiegen. Ende 2022 wohnten 1755 Pflegebedürftige in den 31 Heimen, fünf Prozent mehr als 2021.

Die höchste Auslastung hatten Ende des letzten Jahres die neun Heime im Kanton Uri mit 97,7 Prozent. Allerdings sei die Zahl der Heimbewohnerinnen und -bewohner leicht auf 517 Personen zurückgegangen, teilte Lustat mit.

Im Kanton Zug lag die Auslastung der 15 Alters- und Pflegeheime Ende 2022 mit 96,8 Prozent leicht über dem Durchschnitt. Im Jahr zuvor betrug sie noch 93,7 Prozent, wie Lustat mitteilte. Die Zahl der Heimbewohnerinnen und -bewohner stieg von 1091 auf 1117.

Auch die 68 Institutionen im Kanton Luzern konnten 2022 ihre Auslastung steigern, und zwar von 93,9 Prozent auf 94,9 Prozent. Die Zahl der in den Heimen lebenden Personen stieg von 4846 auf 4923. Mehr als die Hälfte der in der Zentralschweiz angebotenen 9724 stationären Plätze entfallen auf den Kanton Luzern, wie Lustat mitteilte.

(SDA)

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