Alarm bei Rapelli in Stabio TI
Ammoniak-Austritt in der Salami-Fabrik

Grossalarm in der Rapelli-Fabrik im Tessin: Wegen eines Lecks ist Ammoniak ausgetreten. Fünf Personen wurden ins Spital gebracht.
Kommentieren
Die Polizei sperrte das Gelände grossräumig ab.
Foto: KEYSTONE/DPA/LINO MIRGELER
RMS_Portrait_AUTOR_242.JPG
Guido FelderAusland-Redaktor

Ein technischer Defekt im Werk des Fleischwarenherstellers Rapelli in Stabio TI hat am späten Donnerstagabend einen Grosseinsatz ausgelöst. Nach einem Rohrbruch trat Ammoniak aus, worauf das Fabrikgebäude sowie angrenzende Liegenschaften umgehend evakuiert und das Gebiet weiträumig abgesperrt werden mussten.

Die Bevölkerung wurde um 22.12 Uhr über die App AlertSwiss gewarnt und aufgefordert, Fenster und Türen zu schliessen sowie Lüftungen und Klimaanlagen auszuschalten.

Insgesamt wurden rund 100 Personen vorsorglich aus der Gefahrenzone gebracht und vor Ort von Sanitätern untersucht. Da der Austritt der als Kühlmittel verwendeten Chemikalie bei Anwesenden zu Vergiftungserscheinungen führte, mussten fünf Personen zur weiteren Behandlung ins Spital transportiert werden.

Die Spezialkräfte der Feuerwehr konnten das Leck schliesslich sichern, sodass der Alarm kurz nach 23 Uhr wieder aufgehoben werden konnte. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Rohrbruchs sind eingeleitet.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen