40 Prozent der Fälle betrafen Anfragen zu Kindern
Jährlich mehr Anrufe auf Giftnotruf 145

Stetig mehr Menschen in der Schweiz wählen wegen Vergiftungen die Notrufnummer. Fast die Hälfte der Anfragen im vergangenen Jahr betrafen Kinder und Jugendliche. Dies geht aus dem Jahresbericht der Stiftung Tox Info Suisse hervor.
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Foto: KEYSTONE/DPA/JAN WOITAS
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Pro Tag hätten sich im letzten Jahr durchschnittlich 123 Menschen an die Notrufnummer 145 gewandt. Laut der Stiftung Tox Info Suisse wuchs das Anrufvolumen zuletzt jährlich um zwei bis vier Prozent, im letzten Jahr sogar um 4,6 Prozent. Das geht aus dem am Dienstag publizierten Jahresbericht 2025 hervor.

Insgesamt 44‘736 Beratungen führte Tox Info Suisse 2025 durch. 40 Prozent der Fälle betrafen Anfragen zu Kindern im Vorschulalter - fast immer handelte es sich dabei um Unfälle. Weitere sechs Prozent der Anrufe betrafen Jugendliche. Dort standen hingegen beabsichtigte Vergiftungen im Vordergrund, wie Tox Info Suisse weiter mitteilte.

Wie in den Vorjahren sei der Giftnotruf auch 2025 am häufigsten wegen Intoxikation mit Medikamenten und Haushaltsprodukten gewählt worden. Siebzig Prozent der Anfragen kamen aus der Bevölkerung, die restlichen wurden von medizinischem Fachpersonal getätigt.

In der Wintersession 2025 sprach das Parlament die notwendigen finanziellen Mittel, womit der weitere Betrieb der Schweizerischen Giftnotrufnummer in diesem Jahr sichergestellt ist. Nun gehe es für die Stiftung darum, die mittel- und langfristige Finanzierung durch den Bund zu sichern, hiess es weiter.

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