Das Vermögen der Superreichen wuchs um 2,5 Billionen US-Dollar und hat mit einem Gesamtvermögen von 18,3 Billionen US-Dollar einen neuen Höchstwert erreicht. Das zeigt der Bericht «Resisting the Rule of the Rich» der Hilfsorganisation Oxfam, der am Montag zum Start des World Economic Forum in Davos GR veröffentlicht wurde. Seit März 2020 hat das Gesamtvermögen der Milliardärinnen und Milliardäre inflationsbereinigt um 81 Prozent oder 8,2 Billionen US-Dollar zugelegt.
Der Unternehmer Elon Musk ist der reichste Mann der Welt. Er verdiene in vier Sekunden so viel wie ein Mensch im weltweiten Durchschnitt in einem Jahr, schrieb Oxfam. Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Armut und lebt von weniger als 8,30 US-Dollar pro Tag. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt nur 0,52 Prozent des weltweiten Vermögens, während das reichste Prozent 43,8 Prozent besitzt.
Der Bericht verdeutliche auch, wie sich Superreiche mit ihren beispiellosen Ressourcen politische Macht sichern und die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen, um die Regeln von Wirtschaft und Gesellschaft zu ihrem eigenen Vorteil zu gestalten, so die Organisation. Superreiche stützten ihre politische Macht durch die finanzielle Einflussnahme auf Politik, Eigentum, die Kontrolle von Medien und direkten Zugang zu politischen Ämtern. Das gefährde die Demokratie, schrieb Oxfam.
Die Zahlen zum Vermögen der Superreichen basieren auf der Forbes-Milliardärsliste von November 2025 und die Zahlen zur Armut stammen von der Weltbank in Washington.