Wahlkampfleiter macht deutlich
SVP will keinen dritten Bundesratssitz

Die Partei steht in Umfragen vor den Wahlen 2027 sehr gut da. Dennoch hält sie sich bescheiden, wie der Wahlkampfleiter ankündigt.
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Die SVP – hier Parteichef Marcel Dettling (l.) und Fraktionschef Thomas Aeschi – steht in Umfragen gut da.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • SVP will 2027 keinen dritten Bundesratssitz, bestätigt Wahlkampfleiter Manuel Strupler
  • Trotz möglichem 30,4%-Wähleranteil bleibe die Zauberformel unangefochten
  • Die Partei wolle bei den Wahlen zulegen, so Strupler
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Ein dritter Bundesratssitz ist für die SVP bei den eidgenössischen Wahlen 2027 nach eigenen Angaben kein Thema. «Wir stehen zur aktuellen Zauberformel», sagte der Wahlkampfleiter der Partei, Manuel Strupler (45), in einem Interview vom Samstag.

Zum angepeilten Wähleranteil bei den Wahlen im nächsten Jahr nannte Strupler keine Prozentzahl. Klar sei, dass die Partei zulegen wolle, sagte der Thurgauer SVP-Nationalrat im Interview mit der «Schweiz am Wochenende». Ein zusätzlicher Bundesratssitz sei aber auch je nach Wähleranteil kein Thema. Die Zeitung sprach ihn darauf an, ob die SVP die 30-Prozent-Marke knacken wolle. 

Knackt Partei 30-Prozent-Marke?

Laut einer im Oktober publizierten Wahlumfrage liegt diese Marke für die SVP in Reichweite. Hätten die Wahlen vergangenen Herbst stattgefunden, hätte die SVP mit einem Plus von 2,5 Punkten einen Wähleranteil von 30,4 Prozent erreicht. 

Das besagte das Wahlbarometer, welches die Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der SRG zur Halbzeit zwischen den Wahlen 2023 und 2027 publizierte. Die Online-Umfrage basierte auf Angaben von rund 32'000 Stimmberechtigten zwischen dem 25. August und 11. September 2025. Auch die SP und die Grünen hätten laut Sotomo zu den Gewinnern gehört. 

Seit 1943 sind die vier wählerstärksten Parteien in der Landesregierung vertreten. Massgebend für die Verteilung der Sitze ist die Zauberformel, die im Jahr 1959 eingeführt wurde. SVP, SP und FDP stellen derzeit je zwei Bundesratsmitglieder und die Mitte eines. 

In den vergangenen Jahren wurde zwar infrage gestellt, ob die Zauberformel die Wähleranteile noch repräsentiert. Doch hielt man an der Formel fest.

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