Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur
Der seit 2010 ohne Unterbrechung amtierende rechtspopulistische Regierungschef Orban und seine Partei Fidesz müssen erstmals seit 16 Jahren ernsthaft damit rechnen, die Macht zu verlieren. Die bürgerliche Tisza-Partei von Orbans Herausforderer Peter Magyar liegt in Umfragen seit Monaten kontinuierlich vor Fidesz.
Magyar stammt selbst aus dem inneren Fidesz-Kreis, hat aber vor knapp zwei Jahren mit Orbans System kategorisch gebrochen. Wegen der Unwägbarkeiten des komplexen ungarischen Wahlsystems und der erdrückenden Übermacht der von Orban kontrollierten Medien gilt ein Wahlsieg Magyars aber nicht als gesichert.