Darum gehts
- Donald Trump sorgte beim WEF in Davos 2026 für Diskussionen
- Umstrittene Themen: Grönland, Friedensinitiative, Kritik an der Schweiz
- Bundespräsident Parmelin, 66, zieht um 17 Uhr Bilanz
Bundespräsident Guy Parmelin (66) schloss seinen Besuch am Weltwirtschaftsforum in Davos mit einer letzten Medienkonferenz ab. Dabei gab er bekannt, dass er sich am Donnerstag persönlich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski (47) getroffen hatte.
Im Zentrum des Gesprächs habe vor allem der Energiesektor gestanden, so Parmelin. Die Ukraine habe am Montag eine Liste mit benötigten Produkten übermittelt. Nun könne die Schweiz mit den entsprechenden Unternehmen Kontakt aufnehmen und die Lieferung organisieren. Die Details – etwa ob die Schweiz die Kosten übernehmen wird – seien noch nicht geklärt. In der Ukraine seien derzeit Tausende Häuser ohne Heizung.
Treffen mit US-Delegation
Parmelin und seine Staatssekretärin Helene Budliger Artieda trafen sich ausserdem mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer (47). Bern und Washington seien bereit, die Verhandlungen so rasch wie möglich aufzunehmen. Unklar sei noch, wie viele Verhandlungsrunden dafür nötig seien.
Auch das Treffen mit Trump und der US-Delegation vom Donnerstag kam zur Sprache. Aussenminister Ignazio Cassis (64) hatte die Aussagen Trumps über die Schweiz als «inakzeptabel» bezeichnet. Auf die Frage, ob er diese Einschätzung teile, sagte Parmelin: «Ich kommentiere keine Kommentare.»
In seiner Rede hatte Trump unverhohlen gegen die Schweiz ausgeteilt. Sie sei nur deshalb so reich, weil sie den Amerikanern steuerbefreite Uhren habe verkaufen können. Ohne die USA wäre die Schweiz nichts.
Intensive Woche für Parmelin
Es sei eine extrem intensive Woche gewesen. «Die Welt hat sich definitiv verändert», sagte Parmelin. In den vergangenen Tagen hätten zahlreiche bilaterale Treffen stattgefunden.
Er habe sich mit mehr als einem Dutzend Staats- und Regierungschefs getroffen. Zudem habe ein Ministertreffen zu Themen der Welthandelsorganisation (WTO) stattgefunden.
Die Medienkonferenz ist zu Ende
Die Fragerunde ist fertig, damit auch die Medienkonferenz.
31. März sei keine fixe Deadline
Es sei schwierig zu sagen, wie viele Verhandlungsrunden es mit den USA brauche., sagt Parmelin. In der Absichtserklärung heiss es, die Verhandlungen sollten bis am 31. März abgeschlossen sein, «wenn möglich». Das sei also keine harte Deadline.
Treffen mit Trump: «Man muss einen kühlen Kopf bewahren»
«Man muss einen kühlen Kopf bewahren», sagt Parmelin. Das bilaterale Treffen mit Trump habe in einem total anderen Ton stattgefunden als seine Rede. Man müsse unterscheiden können zwischen öffentlichen Aussagen und der Arbeit im Hintergrund.
Lieferungen an die Ukraine
Auf Nachfrage erklärt Parmelin: Die Ukraine habe am Montag eine Liste mit Schweizer Firmen geschickt, welche Dinge produzieren, die die Ukraine derzeit benötigt. Das könnten etwa Generatoren sein. Mit dieser Liste könne man mit den Unternehmen schauen und eine schnelle Lieferung organisieren. Ein Journalist fragt, ob die Schweiz dies bezahlen werde. Parmelin sagt, die Details seien noch nicht geklärt.
Parmelin hält sich mit Trump-Kritik zurück
Ignazio Cassis hat die Aussagen von Trump über die Schweiz als «inakzeptabel» bezeichnet. Würde Parmelin dies unterschreiben? «Ich kommentiere keine Kommentare», antwortet Parmelin.
Kein Eklat mit Trump
Ein Journalist fragt, ob Parmelin froh sei, dass es beim Treffen mit Trump zu keinem Eklat gekommen sei. Parmelin sagt, er wolle nicht spekulieren. Aber er habe sich auf verschiedene Szenarien vorbereitet.
«Die Welt hat sich definitiv verändert»
Es sei eine extrem intensive Woche gewesen. «Die Welt hat sich definitiv verändert», sagt Parmelin. Man müsse sich anpassen. Und man müsse schauen, dass sich der Protektionismus nicht negativ für die Schweiz auswirke. Die Schweiz sei ein exportorientiertes Land.
Treffen mit Selenski
Ein Treffen mit Selenski hat stattgefunden, so Parmelin. Es ging vor allem um den Energiesektor, sagt Parmelin. Man werde anschauen, welche Elektrizitätsprodukte die Schweiz in die Ukraine liefern könne. Das sei dringend, weil derzeit Winter sei und viele Wohnungen in der Ukraine ungeheizt sind.
WTO-Treffen
Wirtschafts- und Handelsminister haben in Davos an einem informellen Treffen der Welthandelsorganisation (WTO) die globalen Herausforderungen im Bereich der Handelspolitik diskutiert. Das Treffen fand auf Einladung von Wirtschaftsminister Guy Parmelin statt.
Treffen mit Greer
Der Tag habe mit einem bilateralen Treffen mit dem US-Handelsbeauftragen Jamieson Greer begonnen, so Parmelin. Man sei bereit die Verhandlungen so schnell wie möglich aufzunehmen. Am Treffen ist auch Staatssekretärin Helene Budliger Artieda dabei gewesen.