Streit am heiligen Berg
Museum der Madonna del Sasso bleibt geschlossen

Gleich neben der Tessiner Wallfahrtskirche Madonna del Sasso in Orselina TI tobt ein ganz und gar weltlicher Krach – zwischen Kanton und Tourismusorganisation.
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Das Museum bei der Wallfahrtskirche Madonna del Sasso bleibt zu.
Foto: Switzerland Tourism

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Museum der Madonna del Sasso in Orselina bleibt seit Ostern geschlossen
  • 30'000 Franken Unterstützung gestrichen, Tourismusorganisation zog sich aus Betrieb zurück
  • Jährlich 7000 Besucher, Museum zeigte sakrale Kunst in acht Sälen
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

Es ist ein heiliger Berg, der Berg der Madonna del Sasso in Orselina TI, gleich oberhalb der Tourismusstadt Locarno. Doch momentan trübt ein ganz und gar unheiliger Streit die Idylle. 

Wie die Zeitung «La Regione» berichtet, ist das Museum zur Wallfahrtskirche momentan geschlossen. Eigentlich hätte es nach Ostern geöffnet werden sollen; es zeigt in acht Sälen Skulpturen, Gemälde und sakrale Kunst. 

Während der Kanton als Eigentümer die Personalkosten übernahm, leitete die lokale Tourismusorganisation den Betrieb. Doch der Kanton muss sparen. Rund 30'000 Franken Unterstützung fallen demnach weg. Die Tourismusorganisation zog sich danach ebenfalls zurück. 

7000 Besucher im Jahr

Die Zeitung zitiert aus einem Schreiben des Departements für Raumplanung an die Tourismusorganisation. Zuerst wird das gute Ergebnis (rund 7000 Besucher während sieben Monaten und drei Tagen pro Woche sowie viele Kunden im dazugehörigen Laden) gelobt, dann bedauert die Behörde den Rückzug der Tourismusorganisation. 

Diese kontert, man befasse sich mit Tourismus, «nicht mit Museumsmanagement». Der Konflikt schwelt demnach schon länger. Schon 2024 wollte die Tourismusorganisation aussteigen, zur «Gewährleistung der Kontinuität und zur Ermöglichung der Suche nach alternativen Lösungen» sei man aber geblieben, heisst es in der Zeitung. Doch eine solche Lösung blieb aus. Und somit müssen die vielen Touristinnen und Touristen, die seit Ostern den heiligen Ort besuchen, auf eine Stippvisite beim Museum und den Souvenireinkauf beim dazugehörigen Laden verzichten.

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