Solothurn und Tessin
Aussprache wegen Widerstand gegen Asyl-Pilotprojekt

Der Tessiner Regierungsrat und die betroffenen Gemeinden kritisieren ein Pilotprojekt des Bundes, bei dem im Tessin und im Kanton Solothurn auffällige Asylsuchende separat untergebracht werden sollen. Am Mittwoch findet eine Aussprache mit dem SEM statt.
Kommentieren
Gegen einen abgetrennten Bereich für auffällige Asylbewerber im Bundesasylzentrum Pasture TI regt sich heftiger Widerstand. (Archivbild)
Foto: PABLO GIANINAZZI
KEYSTONE-SDA_Quadrat_pos.jpg
Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Ein Mediensprecher des Staatssekretariats für Migration (SEM) bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht der Tessiner Tageszeitung «Corriere del Ticino». Demnach erhielt das SEM mehrere Schreiben von kantonalen und kommunalen Behörden im Tessin, welche Kritik am Projekt üben. Laut dem Vorsteher des Tessiner Justiz- und Polizeidepartements Norman Gobbi wurde das Pilotprojekt ohne Einbezug der Regionen geplant.

Wie das SEM im Dezember mitteilte, sollen ab dem Sommer im Asylzentrum Pasture in Balerna-Novazzano TI und in Flumenthal SO auffällige Asylsuchende in einem separaten Bereich untergebracht werden. Gemäss einer groben Schätzung kostet das Projekt rund 200'000 bis 300'000 Franken pro Bundesasylzentrum.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen