Darum gehts
- Rekrutenschule 2025 startet: Entschädigung und Versicherung für Rekruten erklärt
- Militärversicherung deckt Unfälle und Krankheiten während der gesamten Dienstzeit ab
- 12'500 Rekruten und 2600 Kader rücken für 18-wöchige Grundausbildung ein
12'500 Rekrutinnen und Rekruten sowie 2600 Kader sind Anfang Woche für die erste Rekrutenschule 2025 eingerückt. Auch 50 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind für die 18 Wochen lange Grundausbildung in die Schweiz gereist, wie das Verteidigungsdepartement mitteilte. Der Beobachter hat Tipps für die Neulinge bereit.
Ein Rekrut oder eine Rekrutin erhält während der RS täglich 69 Franken Erwerbsersatz – zusammen mit dem Sold von sechs Franken pro Tag das Einkommen der Dienstleistenden. Anders als etwa die Arbeitslosenversicherung richtet die Erwerbsersatzordnung (EO) für jeden Wochentag eine Entschädigung aus, also auch für Samstag und Sonntag. Der Erwerbsersatz wird mit den üblichen Sozialversicherungsabzügen aufs Konto überwiesen. Den Sold gibts bar auf die Hand. Der Beobachter hat Tipps für die Neulinge.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
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Nicht wirklich – höchstens die sechs Franken Sold. Wenn ein Rekrut seine Anstellung während der RS behält, geht der Erwerbsersatz an seinen Arbeitgeber. Der Rekrut erhält weiterhin ein monatliches Einkommen; die Höhe richtet sich nach der vertraglichen Regelung. Wenn keine solche vorhanden ist, gilt das Obligationenrecht.
Da der Arbeitgeber weiterhin den Lohn bezahlt, hat er Anspruch auf den Erwerbsersatz – allerdings nur im Umfang seiner Lohnfortzahlung. Somit ist klar: Die etwas mehr als 1000 Franken, um die die EO-Entschädigung den Lohn übersteigt, gehören dem Dienstleistenden. Üblicherweise wird der Erwerbsersatz direkt an den Arbeitgeber bezahlt, wenn dieser den Lohn weiterhin gewährt. Wenn die EO den Lohn übersteigt, wird die Entschädigung in Lohnhöhe dem Chef vergütet, während der Rest von der AHV-Kasse direkt aufs Konto des Dienstleistenden bezahlt werden sollte.
Während der RS müssen Dienstleistende keine Krankenkassenprämien zahlen: Sofern der Dienst mindestens 60 Tage dauert, kann die Krankenversicherung mit dem Einsenden des Marschbefehls und der Bestätigung der Dienststelle sistiert werden. Trotzdem sind die Rekruten optimal gegen Unfall und Krankheit versichert, denn sie gehören in dieser Zeit der Militärversicherung an. Diese zahlt bei Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des Lohns sowie die ärztlichen Leistungen – anders als die Krankenkasse ohne Selbstbehalt und Franchise.
Sofern die Krankheitsursache oder der Unfall während der Militärzeit auftraten, zahlt die Militärversicherung weiterhin den Lohnausfall und die medizinischen Kosten – bis zur Genesung. Auch Rückfälle und Spätfolgen aus einem Militärunfall sind durch die Militärversicherung gedeckt, und bei bleibenden Einschränkungen kann sie eine Rente gewähren. Wenn nur ein Teil der Gesundheitsschädigung im Dienst entstand, wird die Militärversicherung sich anteilmässig beteiligen.
Die Militärversicherung haftet ab dem Zeitpunkt, wo jemand erstmals das Haus für den Militär- oder den Zivildienst verlässt, bis zur Heimkehr – inklusive allfälliger Wochenende oder Urlaube. Das gilt bezüglich Hin- und Rückweg aber nur, wenn man auf mehr oder weniger direktem Weg nach Hause geht.
Bei rechtlichen, versicherungstechnischen oder persönlichen Fragen kann man sich an den Sozialdienst der Armee wenden. Aber auch die Armeeseelsorge und der Psychologisch-Pädagogische Dienst können in schwierigen Situationen weiterhelfen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals am 6. Februar 2015 veröffentlicht und nun aktualisiert. (13.1.2025)