Rücktritt von Co-Präsidentin wegen homophoben Anfeindungen
EVP plant unabhängige Meldestelle

Die Co-Präsidentin der Jungen EVP Schweiz trat Mitte Januar wegen homophoben Drohungen zurück. Nun startet die Partei die Aufarbeitung und richtet eine unabhängige Meldestelle ein.
Kommentieren
1/4
Lea Blattner ist die ehemalige Co-Präsidenten der Jungen EVP.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lea Blattner und EVP starten Aufarbeitung nach homophoben Drohungen im Januar 2026
  • EVP plant unabhängige Anlaufstelle für Diskriminierung und Hassfälle innerhalb der Partei
  • Keine Hinweise auf Parteimitglieder als Urheber der Hassnachrichten laut EVP
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
KEYSTONE-SDA_Quadrat_pos.jpg
Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Ein erstes gemeinsames Treffen vor einigen Tagen markiere den Auftakt zum gemeinsam getragenen Aufarbeitungsprozess, teilten Blattner und die EVP Schweiz am Mittwoch in einer Medienmitteilung mit.

Hassnachrichten nach Coming-Out

Die ehemalige Co-Präsidentin der Jungen EVP Schweiz hatte Mitte Januar ihren Rücktritt bekanntgegeben. Als Grund nannte die Baselbieterin auf Instagram homophobe Drohungen und Hassnachrichten nach ihrem Coming-Out als queere Person. Diese Angriffe verorte sie bei Personen «aus Parteinähe», schrieb Blattner damals.

Momentan würden der Partei keine Hinweise vorliegen, nach denen die Hassnachrichten eindeutig Parteimitgliedern zugeordnet werden können. Die EVP will Lea Blattner auch künftig beim Umgang mit Hassnachrichten unterstützen. Zudem trage die Partei die Strafanzeige Blattners gegen den Absender eines anonymen Drohbriefs mit.

Externe Fachpersonen für Aufarbeitung

Blattner sei es wichtig, dass aus ihren Erfahrungen nun konkrete Verbesserungen entstehen. Diese Verantwortung nehme die EVP ernst. Die Partei will nun entsprechende Massnahmen ergreifen, «um das Umfeld innerhalb der Partei noch sicherer zu machen».

Geplant sei, eine unabhängige Anlaufstelle für Mitglieder zu schaffen, die mit Hass, Diskriminierung oder belastenden Konflikten konfrontiert werden. Für die Aufarbeitung zieht die EVP auch externe Fachpersonen bei, wie die Partei weiter mitteilte. Die Details seien derzeit noch in Ausarbeitung.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen