Darum gehts
- Schweizer Botschaft in Teheran wird schrittweise wiedereröffnet nach Risikoanalyse
- Konsularische Dienste wie Visa noch nicht verfügbar aufgrund Lageentwicklung
- Technisches Team mit vier Schweizer Mitgliedern bereitet Wiedereröffnung vor
Der Entscheid, die Botschaft schrittweise wieder zu eröffnen, erfolgte nach einer Risikoanalyse und in Absprache mit Iran sowie den USA, deren Interessen die Schweiz im Rahmen ihres Schutzmachtmandats vertritt, teilt das Aussendepartement EDA mit.
Derzeit bereite ein technisches Team bestehend aus vier Schweizer Mitarbeitenden die schrittweise Wiederaufnahme des Botschaftsbetriebs vor. Diese ist auch abhängig von der Lageentwicklung in Iran. Konsularische Dienstleistungen, einschliesslich der Visavergabe, könnten noch nicht angeboten werden. Die Rückkehr der übrigen Mitarbeitenden sei dann geplant, wenn alle Abklärungen für eine vollständige Wiedereröffnung der Botschaft abgeschlossen sind.
Die Schweiz verfolge die Entwicklungen in der Region aufmerksam und stehe in engem Kontakt mit ihren Partnern. Sie sei bereit, ihre Guten Dienste anzubieten, wenn die Parteien dies wünschen, und unterstütze alle diplomatischen Initiativen, die zu einer Deeskalation und zu einem nachhaltigen Frieden beitragen, betont das EDA weiter.
Mit der Rückkehr nach Teheran erfülle die Schweiz ihre Aufgaben als Schutzmacht für amerikanische Interessen wieder direkt von Iran aus. Der Kommunikationskanal zwischen den beiden Ländern sei auch während der temporären Schliessung offengehalten worden.