«Möglichst viele Neuner»
Wie dieser Unternehmer zum Nummernschild «GR 999 995» kam

Das Nummernschild «GR 999 995» ziert den BMW von Pius Truffer, erfolgreicher Unternehmer aus Vals GR. Für ihn ist die Zahl 9 zugleich Symbolik und Marketingtrick. Gekauft für ein paar Hundert Franken – für Truffer aber von grossem Wert.
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Der Unternehmer Pius Truffer aus Vals besitzt das Nummernschild «GR 999 995».
Foto: AB

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Pius Truffer aus Vals GR besitzt das Nummernschild «GR 999 995»
  • Die Zahl 9 hat für ihn religiöse, kulturelle und familiäre Bedeutung
  • Das Schild kostete einige Hundert Franken und dient auch dem Marketing
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Patrick GerberRedaktor Politik

Spezielle Nummernschilder sind mehr als eine einfache Abfolge von Zahlen. Für manche sind sie ein Prestigeobjekt. Grosser Beliebtheit erfreuen sich nicht nur besonders tiefe Nummern, sondern auch sehr hohe. Und das Thema gewinnt zusätzlich an Fahrt, weil in mehreren Kantonen die Million bei den Nummernschildern näher rückt.

Für andere tragen die Nummernschilder vor allem eine ganz persönliche Bedeutung. So auch für den Unternehmer Pius Truffer aus Vals GR. Er ist Besitzer der Nummer «GR 999 995». Die Wunschnummer ist nicht Teil der regulären Serie des Kantons. Diese erreicht erst den Bereich um 190'000. Genau das macht den Reiz aus. «Schon meine Grossmutter hatte es mit der Zahl 9. Und so begleitet diese Ziffer unsere Familie schon lange», sagt Truffer gegenüber Blick.

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Die Magie der Ziffer 9

Pius Truffer ist Mitglied des «Familienrats», der die Truffer AG leitet. Seit der Gründung im Jahr 1983 baut das Familienunternehmen Valser Quarzit ab. Die Truffer AG beschäftigt heute rund fünfzig Mitarbeitende und lieferte unter anderem Steine für den Bundesplatz oder den Zürcher Sechseläutenplatz. Truffer, der Promotor der Therme Vals war, hat auch ein besonderes Faible für die Zahl 9. 

«Die Zahl 9 spielt in viele Kulturen und Religionen hinein», so Truffer. «Die Bibel spricht von neun Chören der Engel, im Buddhismus ist sie glückverheissend, und in den arabischen Geschichten von Tausendundeiner Nacht taucht die Zahl 9 immer wieder auf.» Als es dann möglich geworden sei, die Nummer «GR 999 995» zu bestellen, habe er davon Gebrauch gemacht. «Ich wollte ein Nummernschild mit möglichst vielen Neunern drauf», sagt Truffer. 

Er habe grundsätzlich Freude an Autos und schmücke deswegen seinen Wagen – einen BMW – gerne damit. Gekostet habe das Kontrollschild damals einige Hundert Franken. Er wäre nicht bereit gewesen, dafür einen deutlich höheren Betrag zu bezahlen, sagt er heute. «Mir geht es um die Symbolkraft der Ziffer 9 – und nicht um eine möglichst teure Nummer.»

«Sich vom Mainstream abheben»

Das aussergewöhnliche Nummernschild sei mit der Zeit auch zu einem Marketing-Gag für sein Unternehmen geworden. «Der Wiedererkennungswert dieser Nummer ist relativ hoch, und so erkennt man das ‹Geschäftsauto›», erklärt Truffer. Die Reaktionen darauf seien stets positiv. 

Bei der Frage nach der Sinnhaftigkeit des heutigen Kults um besonders tiefe – oder besonders hohe – Kontrollschilder zeigt sich Truffer ambivalent. Junge Leute könne er gut verstehen, wenn sie ihr Auto mit einer speziellen Nummer versehen und darauf stolz seien. Es gebe Menschen, «die möchten sich vom Mainstream abheben, möchten das Anderssein unterstreichen durch exklusive Kleider, Schmuck oder eben durch ein spezielles Nummernschild».

Nicht verstehen könne er hingegen die extremen Preise, die dafür gezahlt werden. Auch von reinen Status-Käufen hält Truffer nichts. «Dieser exklusive Nummernkult aus Prestigegründen? Nein, da will ich nicht mitmachen, das verstehe ich nicht.»

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