Mit sofortiger Wirkung
Genf verbietet Verkauf von Einweg-E-Zigis

Der Grosse Rat in Genf hat den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten mit sofortiger Wirkung verboten. Die Abgeordneten kritisierten die schädlichen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Ein landesweites Verbot wird ebenfalls vorbereitet.
Publiziert: 16:34 Uhr
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Aktualisiert: 16:54 Uhr
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Der Verkauf von elektronischen Einwegzigaretten wird im Kanton Genf verboten. (Symbolbild)
Foto: CHRISTIAN BEUTLER
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Einweg-E-Zigaretten werden in Genf künftig nicht mehr verkauft. Der Grosse Rat hat am Freitag ein entsprechendes Gesetz fast einstimmig verabschiedet, versehen mit einer Notstandsklausel und sofortiger Wirkung.

«Diese Produkte, die junge Menschen ansprechen sollen, sind eine Schande», sagte die SP-Grossrätin Jennifer Conti. Fast alle Abgeordneten des Kantonsparlaments verurteilten die schädlichen Auswirkungen von Puffs auf die öffentliche Gesundheit. Der Grosse Rat prangerte zudem die katastrophalen Auswirkungen dieser Einweg-E-Zigaretten auf die Umwelt an.

Die elektronischen Einwegzigaretten, auch «Vape» oder «Puff Bars» genannt, sind in der Schweiz seit etwa fünf Jahren erhältlich und insbesondere bei jungen Menschen beliebt.

Mehrere Kantone, darunter Wallis, Bern und Jura, haben bereits Verbote beschlossen. Ähnliche Vorstösse gibt es auch in den Kantonen Basel-Stadt, Tessin, Solothurn, Schaffhausen und Waadt.

Geplant ist auch ein landesweites Verbot. Bereits im Juni 2024 hatte der Nationalrat eine entsprechende Motion von Christophe Clivaz (Grüne/VS) mit deutlichem Mehr angenommen. Ein Jahr später folgte ihm der Ständerat.

Nun muss der Bundesrat das Tabakproduktegesetz so anpassen, dass «Puff Bars» in der Schweiz nicht mehr zum Verkauf angeboten werden dürfen. Aufladbare E-Zigaretten sollen vom Verbot ausgenommen sein.

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