Letztes Jahr als einer der ersten EU-Staaten damit begonnen
Österreich will mehr Syrer und Afghanen abschieben

Österreich schickte 2025 Asylbewerber aus Syrien und Afghanistan zurück. Laut Innenminister Karner sank die Zahl der Schlepper-Festnahmen auf 115, doch die Migrationsbilanz bleibt mit über 3000 neuen Anträgen zu hoch.
Direktor des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA, l), Gernot Maier, und Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) während einer Pressekonferenz des Innenministeriums zum Thema "Harte und gerechte Asylpolitik - Bilanz 2025". Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Österreich will Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan forcieren. Aus dem bisherigen Einzelfall müsse ein Regelfall werden, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Österreich hatte 2025 als einer der ersten EU-Staaten damit begonnen, Asylbewerber aus den beiden Ländern wieder zurückzuschicken. Karner wies darauf hin, dass es inzwischen auch aus Sicht der UN sichere Regionen in Syrien gebe.

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl lag laut Innenminister 2025 bei 6850. Wenn man die 4000 Asylbewerber abziehe, die abgeschoben worden seien, gebe es noch ein Plus von knapp 3000 Fällen. Diese Zahl sei noch zu hoch, sagte Karner. Ziel bleibe die Null bei der Migrationsbilanz.

Ein Indiz für den Erfolg beim Kampf gegen die illegale Migration sei die deutlich zurückgehende Zahl der festgenommenen Schlepper. Sie habe 2022 und 2023 in Österreich jeweils rund 800 betragen, im vergangenen Jahr seien noch 115 Schlepper festgenommen worden, hiess es.

Die illegale Migration zählt zu den innenpolitisch besonders relevanten Themen in Österreich. Deren Bekämpfung ist ein Feld, mit dem die rechte FPÖ laut Experten bei den Bürgern besonders punkten kann.

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