Lawine tötete 88 Bauarbeiter
Cassis gedenkt dem Unglück von Mattmark

Aussenminister Ignazio Cassis und sein italienischer Amtskollege Antonio Tajani haben am Samstag gemeinsam der 88 Opfer der Katastrophe von Mattmark VS gedacht.
Publiziert: 11:11 Uhr
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Aktualisiert: 11:39 Uhr
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Es war die schwerste Naturkatastrophe in der jüngeren Geschichte der Schweiz. 88 Menschen, darunter 56 Gastarbeiter aus Italien, starben, als eine Eislawine am 30. August 1965 auf die Baracken der Mattmark-Baustelle zuhinterst im Walliser Saastal niederging.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Am 30. August 1965 war eine Zunge des Allalin-Gletschers abgebrochen und hatte das Barackenlager der Baustelle der dortigen Staumauer unter sich begraben.

Aussenminister Ignazio Cassis und sein italienischer Amtskollege Antonio Tajani haben am Samstag gemeinsam der 88 Opfer der Katastrophe von Mattmark VS gedacht. 

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Beide Politiker posteten auf der Plattform X ein Bild des Kreuzes, das am Ort der Katastrophe an die Getöteten erinnert, sowie eines dort von ihnen niedergelegten Kranzes.

Vor allem Gastarbeiter verstorben

56 Italiener, 23 Schweizer, vier Spanier und fünf Menschen aus anderen Nationen starben bei der Katastrophe. Vor allem Gastarbeiter bauten den Staudamm auf fast 2200 Metern über Meer. Zwei Millionen Kubikmeter brachen ab. Bis zu 50 Meter hoch türmten sich auf der Baustelle stellenweise die Eiskegel.

Seit 1990: Das sind die schlimmsten Naturkatastrophen der Schweiz

Vor der Kranzniederlegung fand beim Mattmark-Stausee ein Gedenkgottesdienst statt. Im Vorfeld hatten auch der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard, Italiens Oppositionschefin Elly Schlein sowie weitere Amtsträgerinnen und -träger ihre Teilnahme an dem Gedenkanlass angekündigt.

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