Konsumenten werden getäuscht
Illegale Arzneimittel kommen zunehmend aus der EU

Letztes Jahr wurden 40 Prozent der illegalen Paketsendungen in der EU aufgegeben. Swissmedic warnt vor Risiken für die Gesundheit.
Kommentieren
1/4
Illegale Arzneimittelsendungen in die Schweiz kommen zunehmend aus der EU.
Foto: IMAGO/Martin Bertrand

Darum gehts

  • 2025 kamen 40 Prozent der illegalen Arzneimittelsendungen aus der EU, 2022 warn es nur 9 Prozent
  • Pakete wurden hauptsächlich aus Frankreich und Deutschland aufgegeben
  • Erektionsförderer am häufigsten versendet
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
KEYSTONE-SDA_Quadrat_pos.jpg
Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Illegale Arzneimittelsendungen in die Schweiz kommen zunehmend aus der EU. Wurden 2022 noch 9 Prozent aller von den Behörden bearbeiteten Pakete in einem EU-Land aufgegeben, waren es im vergangenen Jahr bereits 40 Prozent.

Aufgegeben worden waren die Pakete vor allem in Frankreich und in Deutschland, wie das Heilmittelinstitut Swissmedic am Montag schrieb. Gleichzeitig seien die Anteile der Sendungen aus Indien und Osteuropa zurückgegangen. Das Heilmittelinstitut warnt vor Risiken für die Gesundheit.

Gezielte Täuschung

Swissmedic stellte fest, dass ausländische Anbieter als vermeintliche Schweizer Online-Apotheke operieren. Konsumentinnen und Konsumenten würden so gezielt getäuscht, hiess es.

Trotz einem Anstieg um 17 Prozent gegenüber 2024 blieb die Zahl der illegalen Arzneimittelsendungen in etwa stabil. Sendungen mit Erektionsförderern waren nach wie vor am häufigsten. Zunehmend wurden aber auch Sendungen mit Mitteln gegen Haarausfall und Hormonen festgestellt.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen