Köng ist wieder König
So viel verdienen die Chefs der Staatsbetriebe

Die Löhne der Staatsbetriebs-Manager bleiben gesamthaft stabil. Ein paar interessante Ausreisser gibt es aber. Blick zeigt, wer wie viel verdient hat.
Publiziert: 16.06.2023 um 15:10 Uhr
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Aktualisiert: 16.06.2023 um 16:25 Uhr
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Postfinance-Chef Hansruedi Köng führt die Liste der bestverdienenden Manager der Staatsbetriebe an.
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Sermîn FakiPolitikchefin

Die Chefs von bundesnahen Betrieben haben im vergangenen Jahr mehr als eine halbe Million Franken verdient. Blick pickt aus dem Kaderlohnreport des Bundesrats die interessantesten Managerlöhne heraus.

Die Top 3

Die Liste der Grossverdiener bei Staatsbetrieben führt erneut Postfinance-Chef Hansruedi Köng (57) an. Er erhielt im letzten Jahr – ohne Beiträge für seine Pensionskasse – 826'651 Franken. Das sind etwa 5500 Franken weniger als 2021. Köng verdiente erneut mehr als der Konzernchef Roberto Cirillo (51).

Cirillo liegt allerdings auf Platz 2 der Bestverdiener beim Staat. Er erhielt 822'246 Franken Lohn. Das sind knappe 1000 Franken mehr als 2021.

Auf Platz drei folgt SBB-Chef Vincent Ducrot (60) mit 761'982 Franken. Das sind knapp 4000 Franken mehr als im Vorjahr.

Service-public-Präsidenten

Monika Ribar (63), Verwaltungsratspräsidentin der SBB, erhielt für ihr 60-Prozent-Pensum genau 280'352 Franken. Auf 100 Prozent aufgerechnet wären das über 467'000 Franken. Letztes Jahr bekam Ribar 274'352 Franken.

Post-Präsident Christian Levrat (52) muss sich dagegen mit 231'292 Franken begnügen. Allerdings leistet er auch nur ein 50-Prozent-Pensum. Umgerechnet auf eine Vollzeitstelle käme er auf über 462'000 Franken.

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Wenigerverdienende

Den grössten Lohnverlust musste André Wall (59), CEO der Rüstungsschmiede Ruag International, hinnehmen. Er verdiente im vergangenen Jahr 759'115 Franken, knapp 35'000 Franken weniger als 2021.

Immerhin geht es ihm besser als seiner Kollegin Brigitte Beck, die die Ruag MRO führt, den Dienstleister der Schweizer Armee. Sie erhielt 489'477 Franken. Ihr Vorgänger kassierte noch 609'905 Franken. Die grossen Veränderungen dürften mit der Umstrukturierung des Rüstungskonzerns zusammenhängen.

Medienmanager

Gilles Marchand (61), Direktor der SRG, verdiente im vergangenen Jahr 514'184 Franken. Auch er musste mit weniger auskommen: 2021 bekam er noch einen Lohn von 534'014 Franken. Anders sein Chef, SRG-Präsident Jean Michel Cina (59). Der ehemalige Walliser Staatsrat verdiente 153'300 Franken – so viel wie im letzten Jahr.

Bankenaufseher

Sonst eher unter «ferner liefen», im Jahr des CS-Debakels aber interessant, sind die Cheflöhne der Bankenaufsicht Finma. Direktor Urban Angehrn (58) erhielt 2022 insgesamt 599'970 Franken Lohn. Etwa 25'000 Franken mehr als sein Vorgänger Marc Branson (54) 2020 bekam, der die Finma im Mai 2021 verliess.

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Finma-Präsidentin Marlene Amstad (54) hingegen musste eine Einbusse hinnehmen: Statt 481'676 Franken wie im Jahr 2021 erhielt sie 2022 «nur» 337'702 Franken Lohn. Fürs selbe Pensum, wohlgemerkt.

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