Gegen Altersarmut
Weniger Überbrückungsrenten für ältere Arbeitslose als erwartet

Seit 2021 können ältere Arbeitslose, die keine Taggelder mehr erhalten und die in finanziellen Schwierigkeiten sind, eine Überbrückungsrente beantragen. Das Mittel gegen Altersarmut wird allerdings seltener genutzt als angenommen. Beim Bund steht eine Evaluation an.
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Überbrückungsleistungen für ausgesteuerte Arbeitslose ab 60 Jahren sind bisher weniger nachgefragt worden als zunächst angenommen. (Themenbild)
Foto: GAETAN BALLY

Darum gehts

  • Seit 2021 gibt es Überbrückungsleistungen für arbeitslose Menschen ab 60 Jahren
  • Weniger Menschen und niedrigere Beiträge als ursprünglich vom Parlament erwartet
  • 2024 erhielten 822 Bezüger durchschnittlich 2650 Franken
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Mitte 2021 führte der Bund Überbrückungsleistungen (ÜL) ein für ab 60-jährige ausgesteuerte Arbeitslose, die zu wenig finanzielle Mittel haben, um ihren Lebensunterhalt zu decken. Beschlossen worden waren die ÜL 2020 vom Parlament.

Allerdings wurden bisher an deutlich weniger Personen ÜL ausbezahlt als damals angenommen. Auch die Beiträge pro Kopf waren tiefer als zum Zeitpunkt der Parlamentsbeschlüsse geschätzt. 2024 waren es nach provisorischen Zahlen des BSV zwar mehr Bezügerinnen und Bezüger, nämlich 822. Pro Kopf wurden im Mittel rund 2650 Franken ausbezahlt.

Das BSV geht davon aus, dass die Zahlen wegen Nachmeldungen noch um bis zu 20 Prozent steigen könnten. Angesprochen auf die Differenz zwischen erwarteten und tatsächlichen Zahlen verweist das BSV auf die Evaluation im Jahr 2026.

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