Der Bund hält seine 38'000 Mitarbeiter an, möglichst wenig zu fliegen. Doch das kümmert die Beamten wenig. Wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet, fliegen nämlich nicht nur Bundesräte innerhalb der Schweiz umher. Auch gewöhnliche Bundesbeamte bereisen die Schweiz gern per Flugzeug.
Angestellte des Bundes flogen zwischen 2012 und 2017 mindestens 432 Mal von Zürich nach Genf und 413 Mal in die umgekehrte Richtung. Im Schnitt sass also knapp drei Mal pro Woche ein Beamter in einem Flugzeug zwischen den zwei grössten Schweizer Städten, wie es weiter heisst.
Zwischen Zürich und Lugano verkehrten Bundesangestellte zwischen 2012 und 2017 441 Mal per Flugzeug.
19'000 Tonnen CO2 in einem Jahr
Das Bundesamt für Energie teilt mit, es handle sich bei den Inlandflügen von Bundesangestellten «hauptsächlich» um Transitflüge in weitergelegene Destinationen und nennt als Beispiel eine Mitarbeiterin mit Wohnort Genf, die an eine Konferenz in New York fliegen will und das Ticket Genf-Zürich-New York bucht.
Bei den Flugreisen der Bundesangestellten kommen immer mehr CO2-Emissionen zusammen: Während der Bund 2012 mit Flugreisen mindestens 17'200 Tonnen CO2 verursachte, waren es 2017 bereits 19'000 Tonnen.
Für die die Stiftung myclimate sind Inland-Flüge unnötig: «Transit-Flüge innerhalb der Schweiz machen kaum Sinn. Es gibt gute Zugverbindungen zwischen Genf und Zürich-Flughafen.» (noo)