Die Pollensaison ist in den Startlöchern. Sobald die Sonne scheint und die Temperaturen über fünf Grad steigen, fliegen in den kommenden Tagen die Pollen los.
Menschen mit Pollenallergie sollten ihre Medikamente bereits einnehmen und die Situation beobachten, wie das Allergiezentrum Schweiz am Montag mitteilte.
Bereits im Dezember wurden erste Haselpollen vereinzelt und lokal gemessen. Aktuell nimmt der Pollenflug zu. Menschen mit Haselallergie dürften laut dem Allergiezentrum die aktuelle Belastung besonders im Tessin und zunehmend auch im Schweizer Mittelland spüren.
«Kälte und Regen bremsen derzeit den Pollenflug. Sobald es milder wird, nimmt die Belastung – insbesondere an sonnigen Nachmittagen – rasch zu», sagte die Expertin Roxane Guillod des Allergiezentrums zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch die Erle habe bereits mit der Blüte begonnen.
In einigen Städten seien zusätzlich zu den heimischen Erlenarten Schwarzerle, Grauerle und Grünerle in den vergangenen Jahren Purpurerlen gepflanzt worden. Diese Art blühe früher als die einheimischen Arten, so das Allergiezentrum. Die Pollen der Purpurerlen seien bereits im Dezember nachgewiesen worden. Aus allergologischer Sicht sei diese Baumart also nicht empfehlenswert, da sie die Belastungsdauer für Allergikerinnen und Allergiker verlängere.
Dass die Pollensaison bereits im Januar beginnt, wird laut Guillod aber «zum neuen Normal». Bereits seit einigen Jahren werde eine Verschiebung der Pollensaison in den Januar beobachtet.
Wer derzeit niest, aber nicht weiss, ob es sich um eine Erkältung oder Allergie handelt, sollte sich einem Test unterziehen, rät das Zentrum.