«BE 999 999» oder «LU 991 000»
Kontrollschilder erreichen bald die Million

Aktuell gibt es einen Kult um spezielle Nummernschilder – für besonders hohe sowie für besonders tiefe. Kantonal zeigen sich in der Höhe der Kontrollschilder grosse Unterschiede. In Zürich wird bald die Million erreicht, in Uri liegt man unter 50'000.
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Im Kanton Zürich werden die Nummernschilder wohl demnächst siebenstellig werden. Wann genau, ist unklar.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nummernschilder in Zürich erreichen bald die Million
  • Wunschnummern werden in mehreren Kantonen online versteigert
  • Kantone profitieren finanziell von Auktionen, manche kennen Sonderregelungen
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Patrick GerberRedaktor Politik

Für die einen sind sie völlig irrelevant, für die anderen ein Statussymbol: Autonummern. Doch sie sind weit mehr als das. Still und heimlich sind sie auch Zeugen zunehmender Motorisierung und des Bevölkerungswachstums.

Das Portal «Streetlife» fragte kürzlich bei verschiedenen Strassenverkehrsämtern nach den höchsten aktuell vergebenen Autonummern. Kantonal zeigen sich dabei grosse Unterschiede. Wenig überraschend spielt die Bevölkerungszahl eine wichtige Rolle. So befindet man sich in Zürich – dem bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz – im Bereich von 991’000. Wann genau der erste Personenwagen mit einem siebenstelligen Nummernschild unterwegs sein wird, wollte die Zürcher Sicherheitsdirektion auf Blick-Anfrage nicht beantworten. «Zu gegebener Zeit» werde das der Fall sein, heisst es nur. Klar ist: Allzu lange wird dies nicht mehr dauern. 

In St. Gallen erreicht man immerhin rund 509’000. Der Aargau bewegt sich in einer ähnlichen Grössenordnung. Ganz anders sieht es in kleineren Kantonen aus: In Uri, Glarus und Appenzell Ausserrhoden liegt die höchste Nummer noch unter 50’000.

«BE 999 999»: Erstellt für die Staatskasse

Die Bevölkerungszahl ist jedoch nicht der einzige Faktor, wenn es um die Höhe der Autonummern geht. In vielen Kantonen werden auch Wunschnummern versteigert. So existiert in Bern etwa die Nummer «BE 999’999». Von den teilweise hohen Summen, die für die speziellen Kombinationen ausgegeben werden, profitieren auch die kantonalen Verwaltungen. Teilweise sehen sie sogar Sonderregeln vor – etwa für Oldtimerflotten. Dann lassen sich mehr als zwei Autos pro Nummernschild einlösen. 

Auch bezüglich der regulären Serie wagt der Kanton Bern eine Prognose: Gemäss der Sicherheitsdirektion wird in etwa zehn Jahren der erste Personenwagen mit einer Nummer über einer Million unterwegs sein. Aktuell seien rund 750’000 Nummern aktiv in Gebrauch, erklären die Berner Behörden auf Anfrage von Blick.

Um das Problem der ausgehenden Kombinationen für Autokennzeichen zu lösen, prüfte der Bund auch die Möglichkeit, personalisierte Wunschschilder einzuführen. Im September 2024 legte der Bund dieses Projekt jedoch auf Eis. Die Gründe waren der grosse finanzielle und zeitliche Aufwand, der die Neugestaltung verursacht hätte. Mit den sogenannten «vanity plates» (wörtlich übersetzt «Eitelkeitsplatten») wären frei wählbare Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen möglich gewesen – mit Verbot für Schimpfwörter und Obszönitäten. Auch das Kantonskürzel hätte weiterhin am Anfang der Nummer stehen müssen. In den Kantonen Bern und Zürich werden somit demnächst siebenstellige Kontrollschilder anzutreffen sein. Gespannt sein kann man, wie es gestaltet wird. Etwa ob die Schrift kleiner wird. Darüber liegen noch keine Informationen vor.

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