Alle vermissen seine abwesende Polit-Feindin
Glarner lästert über Badran – und kriegt aufs Dach

Eigentlich wollte SVP-Nationalrat Andreas Glarner sich über Polit-Feindin Jacqueline Badran (SP) lustig machen, die zurzeit in einer Auszeit ist. Nur ging der Schuss nach hinten los.
Publiziert: 13.05.2022 um 11:25 Uhr
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Aktualisiert: 13.05.2022 um 14:35 Uhr
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Sie triumphierte beim Referendum über die Stempelsteuer. Seither ist SP-Nationalrätin Jacqueline Badran aber in einer Polit-Pause.

Wie man in den Wald ruft ... SVP-Nationalrat Andreas Glarner (59) erlebt auf Twitter gerade, dass die alten Sprichwörter eben doch einen wahren Kern haben.

Eigentlich hatte der SVP-Hardliner auf seine politische Gegnerin Jacqueline Badran (60, SP) gezielt. Die Zürcher Nationalrätin hatte im Februar bekannt gegeben, sich eine Auszeit zu nehmen. Seither ist es um die Wirtschaftspolitikerin, die sonst selbst gern provoziert und selten um einen Spruch verlegen ist, sehr still geworden.

Badran wird durchaus vermisst

«Vermisst irgendjemand eigentlich Jacqueline Badran?», twitterte Glarner gestern nun. Und liess durchblicken: er selbst nicht. Nur sieht das der Social-Media-Wald eben anders als er – und entsprechend schallte es zurück.

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Lust, über Badran zu lästern, hatte kaum jemand. Im Gegenteil: Badran vermisse man sogar sehr, lautet der Grundton. Stattdessen macht sich die Twitter-Meute in den fast 150 Antworten lieber über Glarner lustig.

Badran-Fans zielen auf Glarner

«Offensichtlich vermissen Sie sie auch», schreibt jemand an seine Adresse. Ob er ihr schon Blumen und Genesungswünsche habe zukommen lassen? Ein anderer bedankt sich dafür, dass Glarner das Profil der SP-Nationalrätin verlinkt hatte – darauf habe es interessante Inhalte zu lesen gegeben. «Das einzige, was ich hier vermisse, ist Ihr Respekt» kritisiert eine dritte Person.

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Ein weiterer User antwortete: «Sie vermissen ja nur Mitglieder» – in Anspielung darauf, dass die SVP Aargau, deren Präsident Glarner ist, entgegen dem nationalen Trend während der Corona-Partei Mitglieder verloren hat.

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Und wieder einer schrieb: «Jemand müsste eigentlich eine neue Masseinheit erfinden. 1 Glarner. Das wäre dann der kürzeste Abstand zwischen zwei oberpeinlichen Tweets.»

Badran hatte angekündigt, bis mindestens zur Sommersession auszufallen, die im Juni beginnt. Sie selbst ist übrigens auch keine, die sonst vor Lästereien an Glarners Adresse zurückschreckt: Zu Corona-Zeiten regte sie sich einmal so sehr über den Aargauer SVP-Nationalrat auf, dass sie «huere fucking Glarner!» in ein Mikrofon fluchte. (gbl)


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