3000 Teilnehmende in Bern
Gesundheitspersonal demonstriert für starke Pflege

Rund 3000 Menschen fordern auf dem Bundesplatz die rasche Umsetzung der Pflegeinitiative. Sie kritisieren fehlendes Personal, schlechte Bedingungen und warnen vor einer wachsenden Versorgungskrise.
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Mindestens 3000 Menschen haben sich am Samstagnachmittag auf dem Bundesplatz versammelt, um für eine rasche Umsetzung der Pflegeinitiative zu demonstrieren.
Foto: PETER KLAUNZER
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Mindestens 3000 Menschen haben sich am Samstagnachmittag auf dem Bundesplatz versammelt, um für eine rasche Umsetzung der Pflegeinitiative zu demonstrieren. Sie forderten faire Arbeitsbedingungen und eine sichere Gesundheitsversorgung.

«Klatschen holt uns nicht in den Beruf zurück», war auf einem der zahlreichen mitgebrachten Transparente zu lesen. Eine bunte Gruppe von Personen demonstrierte auf dem Bundesplatz, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Zu Wort kamen in erster Linie Menschen aus dem Gesundheitswesen.

Wie weiter bei Pflegeinitiative?

Vier Jahre nach der Abstimmung zur Pflegeinitiative bemängelten die Demonstrierenden, dass Anliegen wie sichere Stellenschlüssel und anforderungsgerechte Arbeitsbedingungen noch immer nicht erfüllt seien. Vielmehr falle das Gesundheitswesen mit einer zunehmend alternden Bevölkerung immer tiefer in eine Krise, machten sie im Aufruf geltend.

Zu Wort kamen in Bern erster Linie Menschen, die selber im Gesundheitswesen arbeiten. Sie brachten ihren Frust zum Ausdruck, würdigten aber auch die Arbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen. Zudem wurde die Regisseurin Petra Volpe aus Berlin zugeschaltet. Mit ihrem vielfach ausgezeichneten Film «Heldin» beleuchtet sie das Personal in den Spitälern. Sie begleitet darin eine Pflegefachfrau während einer hektischen Spätschicht. «Wir wollten mit diesem Film die Stimme der Pflegenden verstärken», sagte Volpe.

Zur Kundgebung aufgerufen hatte das Bündnis des Gesundheitspersonals. Dazu gehören etwa der Berufsverband der Pflegefachpersonen, der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte sowie die Gewerkschaften VPOD, Unia und Syna. Auch zahlreiche Mitglieder des Bundesparlaments waren vor Ort.

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