Humor auf Sparflamme
SRF streicht «Sendung des Monats» im Sommer

Die «Sendung des Monats» muss länger als bisher in die Sommerpause. In diesem Jahr gibts nur noch acht Ausgaben.
Kommentieren
Seit Herbst 2023 satirisch auf Sendung: Fabienne Hadorn und Gabriel Vetter.
Foto: SRF/Gian Vaitl

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • «Sendung des Monats» läuft ab 2026 nur noch achtmal jährlich
  • SRF verzichtet in zuschauerschwachen Sommermonaten auf die Sendung
  • 2025: Durchschnittlich 165'000 Zuschauer, im Juni nur 104'000
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Roger Kuster
Tele

So ganz gerecht wird die Sendung ihrem Namen nicht mehr: «Die Sendung des Monats» kommt künftig nur noch achtmal pro Jahr. Wieso das denn? Sind vielleicht die Einschaltquoten daran schuld? Eher nicht, die haben nämlich sogar zugelegt. 2025 lockten Gabriel Vetter und Fabienne Hadorn im Schnitt 165 000 Zuschauer/-innen vor den Bildschirm – 2024 waren es nur 122'000.

Ja, was ist es dann? Gemäss SRF wolle man künftig in den Sommermonaten auf «Die Sendung des Monats» verzichten. So wie man es mit der anderen Comedyshow «Late Night Switzerland» handhabe. Auf Anfrage von TELE heisst es: «Um die Sichtbarkeit zu stärken, wurde eine Ausgabe in den Herbst verlegt, wo erfahrungsgemäss mit einer höheren Nutzung zu rechnen ist.»

Ein Artikel aus «Tele»

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

Damit vermeide man, «dass ein monatliches Satireformat in den zuschauerschwächeren Sommermonaten an Wirkung verliert». Im Klartext: Die Sommerausgaben fanden zu wenig Zuspruch beim Publikum – da lohnt sich die Produktion nicht. Der Blick auf die Zahlen verrät, dass die «Sendung des Monats» im letzten Juni tatsächlich nur gerade 104 000 Zuschauer holte, im Oktober und November dagegen über 190'000.

Zum Vergleich: «Late Night Switzerland» holte im Schnitt 189'000. Als Ersatz kommt im Sommer «Showcases» zum Zug, also Live-Mitschnitte von Bühnenauftritten bekannter Schweizer Humoristen. Das ermögliche, unterschiedliche Formen von Comedy und Satire im gleichen Sendeumfeld abzubilden.

Mit der «Sendung des Monats» sei man bei SRF aber nach wie vor zufrieden. «Das Format hat sich als klar positionierte Satiremarke innerhalb des Comedy-Angebots etabliert», schreibt SRF. Daher seien auch «keine Änderungen am Konzept oder beim Personal geplant». Die Einschaltquote widerspiegele ja «die Verankerung der Sendung bei ihrem Kernpublikum, das die spezifische satirische Handschrift der Sendung schätzt».

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen