Stefan Tabacznik
Vom TV-Star zum Sternekoch

Er trägt Schürze statt Schlips: «Tagesschau»-Mann Stefan Tabacznik wird Spitzenkoch.
Publiziert: 14.10.2012 um 19:03 Uhr
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Aktualisiert: 28.09.2018 um 22:32 Uhr
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Süsses: Das Zubereiten von Patisserie gehört dazu.
Von Tom Wyss

Seit mehr als drei Jahrzehnten serviert er täglich Nachrichten aus aller Welt. Jetzt wagt «Tagesschau»-Mann Stefan Ta­bacznik eine zweite Karriere – mit 64! Er absolviert im Nobelrestaurant Castello del Sole in Ascona TI (17 GaultMillau-Punkte) eine Ausbildung zum Spitzenkoch. «Ich esse gerne gut und hantiere schon länger hobbymässig in der Küche», sagt Tabacznik. «Doch jetzt will ich es endlich richtig professionell beherrschen.»

Der langjährige TV-Moderator und Reporter lässt sich im Tessin seit ein paar Wochen bei Stargastronom Othmar Schlegel (61) in die hohe Schule der Kochkunst einführen. «Das mit dem Sautieren und Filetieren klappt schon ganz gut», sagt Tabacznik lachend. «Bloss à la minute habe ich für die Restaurantgäste noch nicht gekocht, dafür bin ich noch nicht schnell genug.»

Kochen ist etwas sinnliches!

Das Kochen sei für ihn etwas sehr Sinnliches, schwärmt der Gourmet. «Ich finde es unglaublich schön, mit den Händen etwas zu schaffen.» Und der Appetit darauf sei dank TV-Shows wie «Die Küchenschlacht» und eigenen Beiträgen über Spitzenköche in den letzten Jahren immer grösser geworden, sagt Tabacznik, der bis vor noch nicht allzu langer Zeit lediglich Spiegeleier oder Fondue hinkriegte. «Klick gemacht hat es bei meinem Fernsehbericht über Spitzenkoch André Jaeger. Ich war total fasziniert, wie er das Messer führte. Elegant, filigran und schnell. Seither will ich das unbedingt auch lernen.»

Vom eigenen Restaurant träume er zwar noch nicht, so der News-Profi. «Aber ich kenne ein paar gute Köche im Zürcher Weinland, wo ich wohne. Die können sicher eine helfende Hand brauchen.» Und auch seine Lebenspartnerin, Radiofrau Ursy Trösch (67), dürfte nichts dagegen haben, von ihrem Liebsten vermehrt pochierte Wachtel- statt gebratene Spiegeleier serviert zu bekommen.

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