SRF-«Potzmusig Spezial» vom ESAF überrascht mit Moderations-Besetzung
Gestatten, Weingart Mira, Schwingnovizin

Mira Weingart ist bisher als Radiomoderatorin und Hip-Hop-Expertin bekannt. In der Sendung «Potzmusig Spezial» vom kommenden Samstag am ESAF wird sie erstmals in einer Live-TV-Show eingesetzt. Und an einem Schwingfest war sie noch nie. «Druck und Nervosität sind da».
Publiziert: 11:53 Uhr
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Mira Weingart, hier bei einem Fototermin für das SRF-Format «Zwei Reisen» im Frühling 2025, ist dieses Wochenende am ESAF in Mollis GL erstmals an einem Schwingfest und moderiert mit Nicolas Senn die Live-Sendung «Potzmusig Spezial».
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

  • SRF 1 bringt «Potzmusig Spezial» zum ESAF mit Mira Weingart als Co-Moderatorin
  • Weingart, Hip-Hop-Expertin, soll einen frischen Blick auf die Schwingszene einbringen
  • Die Sendung kommt am 30. August ab 20.10 Uhr live aus Mollis GL
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Jean-Claude GalliRedaktor People

Am Samstag, 30. August, bringt SRF 1 zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest ESAF ein «Potzmusig Spezial» live aus Mollis GL mit prominenten Musik- und Schwinggästen wie Kilian Wenger (35), Sonia Kälin (40) oder den Rusch-Büeblä. Erstaunlich ist, wer neben Nicolas Senn (35) durch die Sendung führt: SRF-Virus-Moderatorin und Hip-Hop-Expertin Mira Weingart (28).

Da drängt sich ein Anruf bei Weingart geradezu auf. «Ich weiss wirklich gar nichts übers Schwingen. Doch das ist Teil des Konzeptes. Sonst hätte ich gar nicht zugesagt», erklärt sie gegenüber Blick. «Auch ich war zuerst sehr überrascht von der Anfrage.»

Eher Sidekick als Co-Moderatorin

Die Idee der Volkskultur-Abteilung sei es gewesen, diese in sich sehr geschlossen wirkende Szene von innen her aufzulockern, wie sie beim Interview erzählt. Mit einer Person, die kein Vorwissen habe und das Thema mit einer etwas anderen Optik angehen könne. «Ich empfinde mich allerdings eher als Sidekick, denn als Co-Moderatorin. Und ich bin sehr froh, dass mich Nicolas als ‹Outsiderin› trotzdem voll akzeptiert.»

Dass sich Teile des TV-Publikums an ihrer Präsenz stören könnten, nimmt Weingart in Kauf. «Vielleicht sehe ich als Nicht-Expertin aber auch Dinge, die anderen Leuten gar nicht auffallen.» 

Ihr Einsatz sei im Prinzip wie ihre Rolle im SRF-Format «Zwei Reisen», mit dem sie diesen Frühling im Fernsehen debütierte. «Ich reise an einen Ort, an den ich sonst nie gehen würde, nun einfach im eigenen Land.»

Im Unterschied zu «Zwei Reisen» – und dies ist die zweite Premiere für Weingart am kommenden Wochenende – ist sie erstmals live zu sehen. «Natürlich ist Radio ebenfalls oft live. Aber live auch im Bild zu sein, ist schon noch einmal eine komplett andere Hausnummer. Das erzeugt Druck und Nervosität, aber auch Freude. Denn wenn ich diesen Einsatz nicht komplett verhaue, kann ich mich vielleicht für weitere Live-Einsätze empfehlen.»

Viele Vorurteile und Klischees

Weingart ist bereits am Freitagabend als Reporterin unterwegs und besucht unter anderem den Camping-Bereich und Festgelände mit den Unterhaltungszelten. Daraus entstehen Einspieler für den Samstag. «Und ich unterhalte mich während der Live-Sendung mit den Gästen auf den Festbänken. Ich bestreite den leichten Teil. Alles andere, inklusive Interviews mit Musikern und Schwingern, übernimmt Nicolas», stapelt sie tief.

Weingart stammt aus dem ländlichen Hochdorf LU. «Doch so rasch ich konnte, bin ich in die Stadt Luzern gezogen. Ich bin urban geprägt und meine Eltern haben beide lange in der Stadt Zürich gewohnt.» Weingart gibt zu, beim Stichwort Schwingen auch viele Klischees und Vorurteile im Kopf zu haben. «Mir kommen vor allem ‹Chüeli›-Gurte, Edelweisshemden und übergrosse, schwere Männer in den Sinn. Ich freue mich sehr darauf, diese Klischees nun selber auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen zu können. Grundsätzlich tut es jedem gut, immer wieder Neuland zu erkunden. Andererseits finde ich die Vorstellung ‹Mira Weingart am ESAF› leicht absurd. Mein Instagram-Post dazu hat ähnliche Reaktionen ausgelöst. Viele meiner Follower waren recht verwirrt.»

Bürgerinnen-Pflicht

Weingart betrachtet es aber auch als eine Art Bürgerinnen-Pflicht, den Schweizer Nationalsport einmal aus der Nähe zu betrachten. «Obschon ich nicht sehr patriotisch bin, mache ich dieses persönliche Manko gerne wett.» 

Zu ihrem optischen Auftritt in der Sendung möchte sie noch nicht zu viel verraten. «Spoiler: Ich trage keine Tracht. Mit der Styling-Abteilung tüftle ich aber ein Outfit aus, mit dem ich am Samstag sicher nicht abfallen werde.»
«Potzmusig Spezial», Samstag, 30. August, SRF 1, ab 20.10 Uhr

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