Im Herbst 2008 haben die Schweizer Regisseurin und der deutsche Kult-Schauspieler ihre Liebe mit der Hochzeit gekrönt. «Er ist der Mann meines Lebens», schwärmt Sarah Gärtner beim Gespräch mit BLICK anlässlich des fünften Hochzeitstages. «Ich bewundere seine Beherztheit und seinen Mut, zu seiner Meinung zu stehen – wie seine Figur Matula.» Lachend fügt sie an: «Ich wäre gern ein bisschen mehr wie er.»
Sarahs Bewunderung für den TV-Star begann schon früh. Bereits als Teenager sei sie auf den berühmten Detektiv aufmerksam geworden. «Ich schwärmte schon mit zwölf von Matula», erinnert sie sich. «Ich fand die Figur des Detektivs toll, seine rebellische Art.» Vom Verlieben sei sie damals aber noch weit entfernt gewesen. «Das kam erst Jahre später. Am Set von ‹Ein Fall für zwei› schlug Amors Pfeil ein.»
Seither würden sie eine «ganz unkonventionelle» Beziehung führen, sagt Gärtner – nicht nur wegen des grossen Altersunterschieds. «Wir sind beide sehr eigenständig, jeder macht sein Ding und wir sind durch unsere Projekte oft auch räumlich getrennt», sagt sie. «Diese Art Beziehung kommt uns beiden sehr entgegen. Rund um die Uhr aufeinanderzusitzen, wäre nichts für uns.» Dadurch hätten sie auch weniger Reibungsfläche als andere Paare. «Wir haben in den elf Jahren noch kein einziges Mal gestritten. Wenn wir uns nach einer räumlichen Trennung wieder treffen, geniessen wir die gemeinsame Zeit umso mehr.» Am liebsten in ihrem Lieblings-Café Johnny Parker im Basler St.-Johann-Quartier, wo sie sich über ihre gemeinsamen Dinge austauschen würden. Oder beim auswärts Essen. «Kochen können wir beide nicht», so Gärtner. «Und im Haushalt macht jeder, was gerade anfällt. Ich repariere, wenn was kaputtgeht, und Claus wäscht ab. Wir sind da flexibel und gleichberechtigt.»
Im Schatten ihres berühmten Ehemanns würde sie sich zu keiner Minute fühlen, betont Gärtner. «Im Gegenteil: Ich bin froh, dass er im Vordergrund steht und ich unaufgeregt meine Arbeit hinter der Kamera machen kann.» So wie jetzt gerade bei ihrem neuen Film «Im Wilden Westen», den sie mit Heinz Margot (50) und Mathis Künzler (35) dreht und dem das gleichnamige Theaterstück zugrunde liegt, welches sie kürzlich in Basel inszenierte. «Dieser Film ist ein Herzensprojekt. Ich freue mich sehr auf die nächsten Wochen.» Und die Regisseurin kann bei ihrer Arbeit stets auf die Hilfe ihres Mannes zählen, der seit seinem Rückzug aus der TV-Serie mehr Zeit hat. «Beim Theaterstück war er Stunt Coordinator», sagt sie schmunzelnd. «Dort gab es eine Prügelszene. Damit kennt er sich schliesslich aus. Und Claus ist noch total fit.»
Vom Alter sei bei ihrem Mann trotz seiner 70 nichts zu spüren. «Klar geht es einem durch den Kopf, dass das nicht ewig so sein wird. Aber im Moment gibt es dafür keine Anzeichen.» Schliesslich hat Sarah Gärtner mit ihrem Matula noch einiges vor. «Wir träumen von einem gemeinsamen Theaterstück. Und auch unsere grosse Reise entlang der Seidenstrasse wollen wir machen, sobald wir Zeit haben.» Matulas privater Fall für zwei ist bestimmt noch lange nicht zu Ende!