Bühnendrama «Sonja – ein Junkieleben» in Zürich und Chur
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Mit dem Theaterstück «Sonja – ein Junkieleben» haben Joel Basman und Michael Steiner ein «Herzensprojekt» umgesetzt, das sie seit Jahren beschäftigt und das durch Crowdfunding realisiert wurde. Die Premieren finden am 5. und 6. März in Zürich und Chur statt.
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Joel Basman als Sonja im Theaterstück «Sonja – ein Junkieleben» unter der Regie von Michael Steiner.
Foto: Frommelt Alina

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Joel Basman und Michael Steiner haben «Sonja – ein Junkieleben» geschrieben
  • Für den Schauspieler und den Regisseur wird nun ein «Herzensprojekt» Realität
  • Die Premieren finden am 5. und 6. März 2026 in Zürich und Chur statt
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Jean-Claude GalliRedaktor People

Am Donnerstag findet in der Kanzlei Zürich die Premiere des Theaterstücks «Sonja – ein Junkieleben» statt, am Freitag folgt jene in Chur GR. Geschrieben haben es Regisseur Michael Steiner (56) und Schauspieler Joel Basman (36), der die drogenabhängige Sonja auch verkörpert.

Für das Duo wird ein «Herzensprojekt» Wirklichkeit, das sie seit 17 Jahren beschäftigt. Basman stand noch nie auf einer Theaterbühne, Steiner führte noch nie bei einem Stück Regie.

Die Thematik liess Steiner und Basman keine Ruhe

Blick trifft Steiner vor der Probe vom Mittwoch. «Als ich mit Joel 2009 den Film ‹Sennentuntschi› drehte, kamen wir irgendwann auch auf Figuren aus unserem Zürich-Alltag zu sprechen, die uns faszinierten. Sonja war eine Junkie-Frau, die sich an der Langstrasse herumtrieb.»

Irgendwann war Sonja verschwunden. Doch die Figur und die Thematik liessen Steiner und Basman keine Ruhe. Zumal Basman im Kreis 4 aufgewachsen war und als Neunjähriger erstmals einen Drogentoten gesehen hatte.

«Während der Pandemie haben wir den Faden wieder aufgenommen. Sonja wurde nun zur Hülle von mehreren Szene-Lebensläufen auf der Basis von längeren Recherchen. Joel improvisierte, und wir nahmen alles auf. Aus 80 Stunden Material sind schliesslich die 80 Minuten entstanden, die jetzt zu sehen sind.»

Steiner ist wichtig, Sonja nicht als Klischee vorzuführen. «Wir nehmen sie mit ihren Bedürfnissen und ihrer Vergangenheit sehr ernst. Im Stück erzählt sie anhand der für sie wichtigen Männer ihr Leben. Und obschon das Stück ein Drama ist und der ganze Hintergrund im wahrsten Sinn todtraurig, gibt es doch auch den einen oder anderen heiteren Moment. Das Publikum wird den Saal nicht tieftraurig verlassen», ist Steiner überzeugt.»

«Trainspotting» in Zürich

Vergleichbare Arbeiten gab es in der Schweiz bisher nicht. Er orientierte sich an internationalen Werken wie den Filmen «Trainspotting» und «The Basketball Diaries». «Theater ist aber eine komplett andere Disziplin als Film, das musste ich rasch einsehen», sagt Steiner. Das einzig Ähnliche sei die Arbeit mit den Schauspielern. «Und der Vorteil gegenüber dem Kino ist, dass wir nach jedem Abend justieren können.»

In Zürich und Chur gibt es je elf Vorstellungen. Dass die Stadt Zürich dem Projekt jegliche Unterstützung verwehrte, nimmt Steiner mittlerweile gelassen. «Innert zehn Tagen hatten wir die nötigen 30'000 Franken per Crowdfunding zusammen», sagt er nicht ohne Stolz.

Und das Stück sei auch ein Mahnmal für einen geschichtlichen Aspekt, der seine Generation stark geprägt habe. «Diese Bilder der offenen Heroinszene im Platzspitzpark und später am Letten sind zu stark, als dass man sie je vergessen könnte.»

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