Darum gehts
- Die Mobiliar feiert 2026 ihr 200-Jahr-Jubiläum in Bern mit 500 Gästen
- Martin Candinas verletzte sich auf Zypern und trug eine Kopfbandage
- Mobiliar zählt über 2,3 Millionen Kunden seit Gründung im Jahr 1826
«Liebe Mobiliar …» – der legendäre Werbespruch mit dem Strichmännchen ist in der Schweiz Kult. Dass hinter Schadensfällen oft kuriose Geschichten stecken, zeigt sich auch beim 200-Jahr-Jubiläum der ältesten privaten Versicherungsgesellschaft der Schweiz. Viele der 500 prominenten Gäste im Berner Stadttheater und im Kulturcasino könnten gleich selbst Material für die nächste Kampagne liefern. «Ich bin letzten Sommer auf Zypern in das Dach eines Marktstands gelaufen und musste die ganzen Ferien über eine Kopfbandage tragen», sagt Mitte-Nationalrat Martin Candinas (45) und zeigt auf seine Narbe über der Stirn.
Sandra Banholzer (49), CEO von Rausch, packte, kurz nachdem sie die Leitung übernommen hatte, in der Produktion mit an. «Ich habe es nicht geschafft, die Shampooflaschen auf dem Laufband richtig zu verschliessen. Es gab eine riesige Sauerei, wir mussten die Maschinen abstellen», erzählt sie. Niemand habe sich getraut, der neuen Chefin die Schuld zu geben – «obwohl ich es ganz offensichtlich war».
«Ich musste ohne Sattel nach Hause radeln»
Globetrotter-Chef André Lüthi blickt auf ein besonders spektakuläres Erlebnis zurück. Während Dreharbeiten mit dem Schweizer Fernsehen vor einigen Jahren in Russland wollte er bei einem Strassenunfall helfen – und musste zusehen, wie sein eigener Töff fünf Meter in einen Strassengraben hinunterrollte. «Wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenns nicht vor laufender Kamera passiert wäre», sagt er augenzwinkernd. Etwas glimpflicher kam Grünen-Fraktionspräsidentin Aline Trede (42) davon. Ihr wurde am Bahnhof «nur» der Velosattel gestohlen. «Ich musste ohne Sattel nach Hause radeln. Das ging ganz schön in die Beine.»
Auf der Bühne des Berner Stadttheaters wird die Geschichte der Mobiliar mit viel Witz inszeniert. 1826 als Feuerversicherung gegründet, zählt das Unternehmen heute über 2,3 Millionen Kundinnen und Kunden. Das grösste Schadensereignis in der Firmengeschichte waren die verheerenden Überschwemmungen von 2005. Kabarettist Renato Kaiser (40) stellt als «Experte für allgemeine Verunsicherung» fest, dass selbst die grössten Draufgänger nicht wirklich draufgehen wollen. Für emotionale Momente sorgt die Walliser Musikerin Sina (59) mit einem Lied über Zusammenhalt. Da bleibt nur noch eins zu sagen: «Liebe Mobiliar … alles Gute zum 200. Geburtstag.»