Zehntägiger Polizeieinsatz
Staatsbegräbnis der Queen kostete 182 Millionen Franken

Queen Elizabeth II. wurde vergangenen September beerdigt. Nun hat die britische Regierung die Kosten öffentlich gemacht.
Publiziert: 19.05.2023 um 08:21 Uhr
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Queen Elizabeth II. ist vergangenen September gestorben.

Das Staatsbegräbnis für die im September verstorbene Queen Elizabeth II. (1926–2022) hat die britischen Steuerzahler knapp 162 Millionen Pfund (rund 182 Millionen Franken) gekostet. Das teilte die britische Regierung am Donnerstag in ihrer ersten offiziellen Schätzung mit. Die Trauerfeier für die Queen am 19. September ging einher mit umfangreichen Sicherheitsmassnahmen für hunderte Staatsoberhäupter und Monarchen aus dem Ausland.

Hunderttausende Menschen standen zudem tagelang Schlange, um einen letzten Blick auf den Sarg zu werfen, der vor der Beisetzung im Parlament in London und in Edinburgh aufgebahrt war. Auch dies erforderte teure Sicherheits- und Logistikmassnahmen. Mehr als 5000 Polizisten aus dem ganzen Land waren zehn Tage lang im Einsatz, um die Veranstaltungen an verschiedenen Orten wie Schloss Balmoral, London und Schloss Windsor abzusichern.

Bei der Krönung von Charles III. waren noch mehr Leute im Einsatz

Am Tag der Trauerfeier erlebte die Londoner Polizei den grössten Einsatz aller Zeiten, der sogar die Eröffnungs- und Abschlussfeierlichkeiten der Olympischen Spiele 2012 übertraf. Noch mehr Menschen waren dann rund um die Krönung von Charles III. (74) im Einsatz – insgesamt 11'500 Polizisten, Mitarbeiter und Freiwilligen.

Finanzminister John Glen zufolge hatte das Innenministerium die höchsten Ausgaben in Höhe von 73,7 Millionen Pfund (82,7 Millionen Franken). Das Ministerium für Kultur, Medien und Sport gab 57,4 Millionen Pfund (64,4 Millionen Franken) aus, die schottische Regierung verzeichnete Ausgaben in Höhe von 18,8 Millionen Pfund (21,1 Millionen Franken).

Die Veröffentlichung der Kosten des Staatsbegräbnisses erfolgt kurz nach der Krönung von Elizabeths Sohn, König Charles III. Deren Kosten dürften ebenfalls für Stirnrunzeln und Beschwerden sorgen, da derzeit viele Briten unter den höchsten Lebenshaltungskosten seit langem ächzen. Der Buckingham-Palast hat Berichte zurückgewiesen, dass die umfangreichen Sicherheitsmassnahmen zu diesem Anlass mehr als 100 Millionen Dollar kosteten. (SDA)

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