Königshäuser in der Krise
Das dunkle Jahr der Royals

Das Schreckensjahr 2025 wird vier der europäischen Königshäuser vermutlich noch lange verfolgen. Schwere Anklagen, ein erbarmungsloser Titelentzug, explosive Enthüllungen und Gesundheitsdramen setzen den Blaublütern hartnäckig zu.
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Dieses Jahr fand das norwegische Königshaus einfach keine Ruhe.
Foto: DUKAS

Darum gehts

  • Königshäuser in Europa kämpfen mit Gesundheitsproblemen und Skandalen
  • Norwegische Royals von Gerichtsprozess und Rassismus-Vorwürfen erschüttert
  • Prinzessin Amalia brach sich bei Reitunfall den linken Arm
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Sarina Bosshard, GlücksPost
Glückspost

Norwegen

Schlimmer als in diesem Jahr hätte es für das norwegische Königshaus kaum kommen können. Die Königsfamilie fand einfach keine Ruhe. Den ersten Schock musste sie bereits im Januar verkraften. Bei einem Skiausflug spürte Königin Sonja (88) plötzlich, dass etwas mit ihrem Herzen nicht stimmte. Wegen Vorhofflimmerns musste ihr ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Nur drei Monate nach der erfolgreichen Operation lebten die Sorgen um die Königin erneut auf. Wegen Atemnot wurde sie über Ostern mit einem Helikopter ins Spital geflogen. Glücklicherweise ist sie mit einem Schrecken davongekommen, ihr geht es wieder gut.

Doch der Albtraum endete damit noch lange nicht. Für das Königshaus ist der schlimmste Fall eingetreten. Im Sommer hatte die Polizei die Ermittlungen gegen Marius Borg Høiby (28) abgeschlossen. Daraufhin erhob die Staatsanwaltschaft in Oslo Anklage gegen den aus einer früheren Beziehung stammenden Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52). Ihm wird unter anderem Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Sachbeschädigung und Bedrohung vorgeworfen. Bei einer Verurteilung könnten ihm bis zu zehn Jahre Haft drohen. Der Sohn der zukünftigen Königin hinter Gittern? Ein absoluter Skandal. Dass der Fall in einem Enthüllungsbuch aufgerollt wird, verschlimmert die Situation zusätzlich. Vor allem für Mette-Marit waren es kräftezehrende Monate. Sie ist zerrissen zwischen ihrer offiziellen Rolle und jener als Mutter.

Auch gesundheitlich verschlechterte sich ihre Lage: Die Beschwerden ihrer Lungenfibrose wurden stärker, und sie musste mehrfach Termine absagen. Im Oktober begab sie sich sogar in eine Lungenrehabilitation. Doch auch wenn sie dort gelernt hat, im Alltag besser mit der chronischen Erkrankung umzugehen, ist die psychische Belastung noch immer enorm. Ihre grosse Stütze ist Ehemann Haakon (52). Der Kronprinz trägt aber ebenfalls eine grosse Last: Viele Aufgaben des Königshauses muss er bereits übernehmen, um seine Eltern zu entlasten.

Als wäre das nicht genug, veröffentlichten Prinzessin Märtha Louise (54) und Durek Verrett (51) ihre Netflix-Dokumentation «Rebel Royals: Eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte». Darin liessen sie vor allem König Harald V. und Königin Sonja in keinem guten Licht dastehen. Die beiden hätten ihre Tochter stets wissen lassen, was Verrett falsch mache. Während die beiden Rassismus-Vorwürfe gegenüber der Presse erhoben, blieb auch Märtha Louises Familie nicht verschont. «Ihr Vater, ihre Mutter, ihr Bruder – sie wussten nicht mal, was Rassismus ist», so Verrett. Auch wenn es sich die norwegischen Royals wünschen würden, 2026 wird es nicht ruhiger werden. Denn schon im Februar startet der Prozess gegen Marius Borg Høiby.

Grossbritannien

Einen grossen Knall gab es im britischen Königshaus: König Charles III. (77) und Prinz William (43) hatten endgültig genug von Andrew Mountbatten-Windsor (65) und seiner Ex-Frau Sarah Ferguson (66). Die Verwicklungen in den Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein (1953–2019) kosteten den jüngeren Bruder des Königs alles. Die Vorwürfe verhärteten sich durch die posthume Biographie von Virginia Giuffre (1983– 2025), in der er beschuldigt wird, sie als Minderjährige missbraucht zu haben. Deshalb zog der sonst so harmoniebedürftige Charles – auch auf Druck von seinem Sohn William – die Reissleine. Andrew musste alle seine Titel abgeben und mit Fergie sein Zuhause, die Royal Lodge, verlassen. Es ist ein Versuch, den Ruf der Monarchie zu retten.

Während all dem kämpft der britische Monarch gegen den Krebs und unterzieht sich noch immer einer Behandlung. Wegen Nebenwirkungen musste Charles im Frühling sogar ins Spital. Ein kleiner Lichtblick in diesem Jahr ist für den König zumindest seine Annäherung mit seinem jüngeren Sohn, Prinz Harry (41). Zwischen den beiden gab es nach langer Funkstille ein erstes Treffen. William hingegen bleibt hart und will nichts von seinem Bruder wissen. Sein Fokus liegt voll und ganz auf Prinzessin Kate (43) und ihren drei Kindern. Nach ihrer Krebserkrankung beginnen die fünf nun ein neues Kapitel.

Spanien

Im Frühling waren alle Augen auf König Felipe VI. (57) und Königin Letizia (53) gerichtet. Denn letztes Jahr waren die beiden mit bösen Fremdgehvorwürfen und Gerüchten um eine Ehekrise konfrontiert. Das ging so weit, dass es hiess, die beiden blieben nur noch bis zum 18. Geburtstag von Infantin Sofía im April dieses Jahres zusammen. Doch eine Scheidung scheint für das spanische Königspaar nicht in Frage zu kommen. Stattdessen zeigen sie sich stets vereint.

Ihren gegenseitigen Halt brauchten die beiden auch in der zweiten Jahreshälfte. Denn sie wurden erneut attackiert – diesmal sogar aus der eigenen Familie: Felipes Vater, Alt-König Juan Carlos (87), veröffentlichte seine Memoiren. Entgegen dem Buchtitel «Reconciliación», was auf Deutsch «Versöhnung» heisst, hielt er mit Kritik nicht zurück. Er wirft seiner Schwiegertochter Letizia vor, seine Beziehung zu seinen Enkelinnen zu zerstören. «Leider konnte ich nie alleine etwas mit meinen beiden Enkelinnen Leonor und Sofia in Madrid unternehmen», klagt der emeritierte König. Letizia habe den Zusammenhalt ihrer Familienbeziehungen torpediert. Auch von seinem Sohn zeigt sich Juan Carlos, der im Exil in Abu Dhabi lebt, enttäuscht. Weil dieser sich aus Pflichtgefühl von ihm abgewandt habe, leide er unter dessen Gefühllosigkeit. Das Königspaar selbst hat sich nie dazu geäussert. Felipe und Letizia hoffen, dass der Sturm stillschweigend vorbeizieht.

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Niederlande

Gesundheitlich lief es 2025 nicht gut für das niederländische Königshaus. Das Jahr stand im Zeichen von Unfällen. Im März traf es erst Prinzessin Margriet (82) – ausgerechnet während sie sich für einen guten Zweck einsetzte. Sie nahm an der Benefizveranstaltung «De Hollandse 100» auf der Thialf-Eisbahn in Heerenveen teil. Die Teilnehmenden laufen dabei Runden auf dem Eis, um Spenden für die Lymphkrebsforschung zu sammeln. Die Schwester von Prinzessin Beatrix (87) hatte es schon fast geschafft, als sie in einer der letzten Runden zu Fall kam. Dabei brach sie sich den Oberarm und musste ins Spital eingeliefert werden. Ein Helm verhinderte zum Glück Schlimmeres.

Verschont blieb auch die Königstochter, Prinzessin Amalia (21), nicht. Die niederländische Thronfolgerin reitet für ihr Leben gerne. Im Juni dann der Schock: Sie stürzte von einem Pferd und brach sich den linken Arm. «Mein Arm war in einem sehr üblen Winkel und ich dachte: ‹Aua, jetzt geht es nicht mehr.› Dann wurde ich ins Spital gebracht», erinnerte sie sich nach dem Unfall. Aufgrund der Schwere des Bruchs musste sie noch am selben Tag in der Universitätsklinik Utrecht operiert werden. Auch für ihre militärische Ausbildung, die Ende September nebst ihrem Studium begonnen hat, hat der Sturz Folgen. Wegen des anhaltenden Heilungsprozesses kann Prinzessin Amalia, die in den Reservestab der niederländischen Streitkräfte aufgenommen wurde, noch nicht am körperlichen Training teilnehmen.

Doch das Schlimmste für sie ist, dass sie auf das Reiten verzichten muss. «Ich zähle schon die Tage, bis ich wieder im Sattel sitzen kann», betonte sie gerade mal drei Wochen nach ihrem Sturz. Immerhin hat die zukünftige Königin keine Angst vor ihren tierischen besten Freunden entwickelt.


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