Ausstellung «Eine nähme mehr no» in Thun
Neue Kunst von Polo Hofer? Witwe öffnet Lager für Galerie

In der Galerie Hodler in Thun läuft vom 16. März bis 11. April 2026 die Ausstellung «Eine nähme mer no» mit rund drei Dutzend Kunstwerken von Mundartsänger Polo Hofer, die zum Teil noch nie zu sehen waren. Die Werke befanden sich die letzten acht Jahre in einem Lager.
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Ausschnitt aus der Ausstellung mit Kunstwerken von Polo Hofer in der Galerie Hodler in Thun. Im Vordergrund eine Miniaturfigur des Berner Sängers.
Foto: Jean-Claude Galli

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ausstellung «Eine nähme mer no» in Thun BE zeigt Kunst von Sänger Polo Hofer
  • Polo Hofer verstarb 2017 und lernte ursprünglich Handlithograf
  • Er zeichnete und malte bereits in seinen Jugendjahren in Interlaken BE
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Jean-Claude GalliRedaktor People

Echte Fans wissen: Am 16. März war der Geburtstag von Polo Hofer (1945–2017). Deshalb ist es kein Zufall, dass gerade an diesem Montag die Ausstellung «Eine nähme mer no» mit Kunstwerken des immer noch enorm populären Mundartsängers in Thun BE eröffnet wird, die zum Teil noch nie zu sehen waren.

Und echte Fans wissen: Polo konnte nicht nur singen und texten, sondern ebenso malen und zeichnen. Er gestaltete auch Plattenumschläge, etwa jenen vom Rumpelstilz-Debüt «Vogelfuetter» oder des ersten Krokus-Albums.

Die bisher letzte Ausstellung mit Werken von ihm fand 2016 noch zu seinen Lebzeiten im Berner Kornhausforum statt.

Eines der Prunkstücke in Thun ist ein Selbstporträt von 1971, das auch das Plakat und die Einladungskarten ziert. 34 Objekte sind in der Galerie Hodler im Hohmadpark an der Frutigenstrasse versammelt, darunter Original-Bilder, Druckgrafiken und spezielle Trouvaillen wie Plakate, die Hofer von seinen Reisen mitbrachte.

Auf Wunsch von Polos Witwe

«Die Werke befanden sich die letzten acht Jahre in einem Lager. Nun hat sie Polos Witwe Alice Hofer unserer Galerie übergeben, damit sie einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden», sagt Markus Hodler (65) beim Vorab-Besuch von Blick.

Er kennt den Musiker seit 1975 und verfolgte sein Schaffen intensiv. Kurz vor seinem Tod besuchte er ihn noch einmal an seinem Wohnort in Oberhofen am Thunersee. Es gab auch ein gemeinsames Kunstprojekt für den Thuner Volksbrauch «Fulehung», das jedoch nicht mehr zustande kam.

«Polo machte in den frühen 1960er-Jahren als einer der letzten eine Lehre zum Handlithografen. Dieser Hintergrund ist auch in seinen Gemälden und Zeichnungen zu sehen. Dazu kamen sein Gespür für Farben und Formen sowie seine unbändige Fantasie», sagt Hodler.

Manche der Objekte sind nicht ganz jugendfrei, was dem damaligen Zeitgeist entsprach. Der grösste Teil der Exponate ist käuflich. Fans sollten sich also sputen, wenn sie sich einen Schatz sichern wollen.

An der Vernissage spricht auch der Berner Popchronist und Musiker Sam Mumenthaler (65). Von ihm stammt die 2005 erschienene Biografie «Polo – eine Oral History». Mumenthaler sagt: «Polo war nicht nur ein Festzelt-geeichter Witzerzähler, ein Oberländer Soul-Sänger und unser ‹Polo National›. Er war auch ein konzentrierter, auf Details achtender Gestalter, sei es als Songtexter oder als Zeichner, der gerne Ordnung brachte in die Drunter-und-Drüber-Welt.»

Vernissage 16. März um 16 Uhr, die Ausstellung läuft bis zum 11. April. 

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