Darum gehts
- Melania Trump (56) trägt auffällige Schlangen-Stilettos bei Empfang der Royals
- Stil-Expertin: Stilettos seit den 1950ern Inbegriff von Eleganz und Weiblichkeit
- Stilettos oft 10 cm hoch, aber flache Schuhe werden immer beliebter
Sogar Camilla (77) scheint über die High Heels der First Lady zu staunen: Nicht unbedingt wegen der 10-cm-Absätze – die passen durchaus zur royalen Etikette. Vielleicht ist es eher das Schlangenmuster, mit dem Melania Trump (56) beim Empfang der britischen Royals ein modisches Statement setzt. Zu ihrem konservativen Deux-Pièces auf jeden Fall ein Hingucker.
Pumps mit spitzem Absatz gehören zum eleganten Auftritt von royalen Damen und First Ladies. «Stilettos sind der Inbegriff von Eleganz», sagt Stil-Expertin Luisa Rossi (62). «Seit sie in den 1950er-Jahren das gesellschaftliche Parkett betreten haben, sind sie unverändert. Das sieht man bei Marilyn Monroe oder Sophia Loren. Kein anderer Schuh macht ein so schönes Bein und wirkt so weiblich.»
Als ikonischer Durchbruch gelten die frühen 1950er-Jahre bei Christian Dior: Der Schuhdesigner Roger Vivier entwickelte für das Haus die modernen Stilettos – erstmals mit einem versteckten Metallkern im Absatz. Dieser «Nagel» im Inneren machte den extrem schmalen, hohen Absatz überhaupt erst stabil und tragbar. Das Merkmal der Stilettos – aus dem Italienischen für «Dolch» – sind die spitzen Absätze und die schmale, spitz zulaufende Form vorne.
Stilettos für Prinzessinnen
Wer auf die Füsse von Europas Prinzessinnen schaut, sieht sie bei offiziellen Auftritten oft in Stilettos. «Es sind meist 10, 7 oder 5 Zentimeter», so Rossi. «Es streckt das Bein und macht sofort eleganter.» Je älter, desto tiefer und weniger spitz der Absatz – so wie bei Queen Camilla. Prinzessin Kate (44) spielt in der obersten Liga ihrer Klasse: Die künftige Königin Englands beherrscht den Walk auf 10-cm-Absätzen perfekt.
Aber eignen sich Bleistiftabsätze für eine Gartenparty wie aktuell im Weissen Haus? Wer staunt nicht, dass die Ladies damit nicht im Rasen steckenbleiben? «Es braucht eine gewisse Körperspannung und das Gewicht liegt ganz auf den Zehenspitzen», so Rossi. Das gilt fürs Parkett wie für die grüne Wiese. Dies muss gekonnt und geübt sein. Rossi, die auch Yogalehrerin ist, trainiert in ihren Workshops das Gehen in Heels, «Rock the Catwalk» nennt sie das. «Wir laufen zuerst auf Zehenspitzen, das ist ein gutes Training. Danach geht es auch mit Heels besser.»
Heutzutage sieht man hohe Absätze immer seltener, auch an Anlässen und roten Teppichen wählen Frauen immer öfter bequemere flache Schuhe. «Auch da gibt es elegante Modelle», so Rossi. Sie selbst ist grosser Fan von Stilettos geblieben: «Natürlich kann ich darin nicht die Nächte durchtanzen. Ich trage sie selektiv und bewusst für Anlässe mit einem bestimmten Zeitfenster. Es ist gut, ein flacheres Paar als Reserve dabei zu haben.» Ihr Ziel: «Mit 70 noch hohe Schuhe tragen.»