Darum gehts
- Pixars neuer Film «Hoppers» startet unter Druck nach schwachen Einnahmen bisher
- Erfolgreichster Film zuletzt: «Alles steht Kopf 2» mit 1,7 Mrd. CHF
- «Elio» brachte nur 154 Mio. CHF weltweit in die Kinokassen
Lange Zeit war Pixar enorm erfolgreich. Die seit 2006 zu Disney gehörende Animationsfirma landete von «Toy Story» über «Ratatouille» bis «Alles steht Kopf» einen Hit nach dem anderen. Doch seit Corona und dem Entscheid, neue Filme wie «Luca» nur auf dem Streamingdienst Disney+ zu lancieren, ist irgendwie der Wurm drin.
Der letzte Pixarfilm «Elio» über einen Bub, der sich ins All beamt, lief zwar wieder im Kino, doch die weltweiten Einnahmen von 154 Mio. waren sehr bescheiden. Zu allem Übel steckt Pixar in der Sequelfalle. Der einzige Film in letzter Zeit, der zum Megahit wurde, war «Alles steht Kopf 2»: mit 1,7 Mrd. Einnahmen der erfolgreichste Film von 2024. Und so steht auch der nächste Film unter Zugzwang.
«Hoppers» ist eine seltsame Mischung aus «Ab durch die Hecke» (2006), «Avatar» und einem Umweltaktivismusdrama. Im Zentrum steht die hyperaktive Halbwüchsige Mabel (Stimme: Piper Curda), die ein grosses Herz für Tiere hat. Ihre beste Freundin ist Grossmutter Tanaka, mit der sie am liebsten auf einem Stein an einem Teich sitzt.
Als Jahre später der Bürgermeister (Jon Hamm) eine Umfahrungsautobahn durch diesen Teich bauen will, begehrt Mabel auf. Die Tiere, die schon vertrieben sind, will sie zurückholen – aber wie? Per Zufall gelangt Mabel in ein Labor, wo Dr. Sam eine Technik entwickelt hat, die Menschen in Robotertiere schlüpfen lässt. Schwups, schon ist sie im Körper eines Bibers. Plötzlich hört sie die Tiere reden, freundet sich mit Biberkönig George an und motiviert die Tiere zum Widerstand gegen den Strassenbau.
«Hoppers» ist der erste Pixarfilm von Animator Daniel Chong, der die TV-Serie «We Bare Bears» (2015; Cartoon Network) über drei Bärenbrüder entwickelte. Chong packt viel hinein, vom Umweltschutz bis zur Avatar-Idee. Das wirkt teils überladen und hektisch, was die sonst bei Pixar so sorgfältige Story- und Figurenentwicklung bremst. An witzigen Ideen und Zitaten mangelt es aber nicht, von der Sprach-App, die die Tiere nutzen, bis zu einem fliegenden Hai à la «Sharknado».
Ob «Hoppers» das breite Publikum begeistern kann, wird sich zeigen. Mit «Toy Story 5» steht im Juni jedenfalls wieder ein sicherer Hit an, müssen sich die Spielzeuge um Woody doch gegen elektronische Geräte zur Wehr setzen.