Verschwörungstheoretiker wegen Volksverhetzung angeklagt
Attila Hildmann droht die Auslieferung

In Deutschland hat man bereits vor Monaten Anzeige gegen den einstigen Koch-Überflieger Attila Hildmann eingereicht. Bisher konnte sich der Verschwörungstheoretiker durch seine Flucht in die Türkei vor einer Gefängnisstrafe schützen – doch das könnte sich nun ändern.
Publiziert: 18.10.2022 um 11:47 Uhr
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Aktualisiert: 18.10.2022 um 11:54 Uhr
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Attila Hildmann gehört zu den Leitfiguren der deutschsprachigen Skeptiker-Bewegungen.

Während der Pandemie wandelte sich sein Image um 180 Grad: Attila Hildmann (41) wurde vom hochgelobten Vegan-Koch zur Galionsfigur der Corona-Leugner. Nun wurde bekannt: Der wegen Volksverhetzung gesuchte Verschwörungsideologesoll nach Informationen des Magazins «Stern» entgegen bisherigen Angaben doch nicht die türkische Staatsbürgerschaft besitzen. «Die Ermittlungen laufen weiterhin und nach hiesiger Kenntnis besitzt der Beschuldigte nur die deutsche Staatsangehörigkeit», zitierte das Magazin in einer Meldung vom Dienstag einen Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft.

Vor einem Jahr hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, Hildmann, der sich in die Türkei abgesetzt hatte, besitze neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit. Deshalb sei davon auszugehen, dass ihn die Türkei weder festnehmen noch ausliefern werde. Ohne die türkische Staatsbürgerschaft hingegen könnte jetzt doch eine Auslieferung erfolgen.

Vorwürfe der Volksverhetzung

Der per internationalem Haftbefehl gesuchte Hildmann war während der Coronakrise als Verschwörungsideologe in Erscheinung getreten. Ihm werden von der deutschen Justiz unter anderem Volksverhetzung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten vorgeworfen.

Wie es zu der Fehlinformation kommen konnte, wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft laut «Stern» nicht kommentieren. Auch die Frage, ob die Bundesregierung inzwischen ein Auslieferungsgesuch an die Türkei gestellt hat, blieb unbeantwortet. (AFP/bnr)

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